Schon viele Jahre fristet ein altes Feuerwehrfahrzeug in einer Garage der Todtmooser Grundschule ein einsames Dasein. Über den Verkauf eines Opel Blitz aus den 50er Jahren beriet unlängst der Todtmooser Gemeinderat.

Dem Kommandanten der Todtmooser Feuerwehr, Benjamin Ernst, liegt ein Kaufangebot in Höhe von 2000 Euro vor. Dem Gemeinderat erschien dieses Angebot jedoch als zu niedrig. Nun soll das Fahrzeug vom Gremium vor einer endgültigen Entscheidung besichtigt werden. In den Reihen der Feuerwehr sei die Meinung zu einem Verkauf durchaus gespalten, berichtete Ratsmitglied Jörg Zimmermann von der CDU. Alternativ wäre auch eine Restaurierung des Oldtimers möglich: „Wir wollen das Fahrzeug nicht zwangsläufig verkaufen. Dann geben wir ein Stück Geschichte der Feuerwehr ab“, erklärte Zimmermann in der Sitzung.

Im Gegensatz zur Meinung von Bürgermeisterin Janette Fuchs befand Zimmermann den Gesamtzustand des Fahrzeuges als „gar nicht schlecht“. Allerdings sei bei einer Restaurierung mit Kosten von etwa 10.000 Euro zu rechnen. Die Bürgermeisterin sprach von einer Herausforderung, um das Fahrzeug wieder herzurichten. Wolfgang Jehle von den Freien Wählern sprach sich grundsätzlich für eine Restaurierung aus. Vor einem Verkauf müssten jedoch die Marktpreise verglichen werden, forderte Jehle.

Jörg Oehler (Freie Wähler) schlug vor, den Oldtimer in einen Bierwagen zu verwandeln und auf Festen zu nutzen. Freie-Wähler-Rat Michael Schmitz fragte nach, wer die Kosten im Falle einer Restaurierung übernähme. Die Gemeinde sei hier nicht in der Pflicht, so die Meinung in der Runde. Ein Kuriosum am Rande: um das Fahrzeug überhaupt aus der Garage zu bekommen, müsste die Luft aus den Reifen abgelassen werden. Nach dem nachträglichen Einbau eines Tores ist der Oldtimer für eine ungehinderte Fahrt in die Freiheit schlicht zu hoch. Bürgermeisterin Fuchs abschließend: „Nach einer Besichtigung werden wir entscheiden, ob es für den Opel Blitz eine Abschiedsfeier oder eine Auferstehungsfeier gibt.“