Todtmoos – "3-2-1-Go!" Unzählige Male schallte das Startkommando für die Schlittenhundegespanne am Wochenende über das Renngelände beim internationalen Schlittenhunderennen auf dem Todtmoos-Trail in Schwarzenbach. Mit schier unbändigem Willen zum Laufen machten sich rund 1000 Schlittenhunde und 140 Musher (Schlittenhundeführer) aus ganz Europa auf die bis zu 24 Kilometer lange, anspruchsvolle Strecke.

Die Hunde und die Musher gaben alles, denn es ging um nichts weniger als um die Deutsche Meisterschaft im Sprint. Das bekannte Sportevent entpuppte sich an beiden Tagen als wahrer Besuchermagnet. Tausende faszinierter Zuschauer bevölkerten bei strahlendem Sonnenschein das Start-Zielgebiet; so viele wie schon lange nicht mehr. Einzig die Hunde schalteten ob der warmen Temperaturen auf dem Trail einen Gang zurück.

<strong>Schmusen:</strong> Schlittenhunde hautnah gab es auch im Ortszentrum; Mensch und Tier genossen die Schmuseeinheit gleichermaßen.
Schmusen: Schlittenhunde hautnah gab es auch im Ortszentrum; Mensch und Tier genossen die Schmuseeinheit gleichermaßen.

Am Start in Todtmoos war die gesamte Elite des europäischen Schlittenhundesports, darunter der amtierende Weltmeister sowie Europa- und Deutscher Meister. Gestartet wurde in verschiedenen Kategorien, vom Skijöring (auf Skiern mit einem Hund) bis zur offenen Klasse mit mindestens zehn Hunden. Erfreulicherweise waren in diesem Jahr wieder mehr reinrassige nordische Hunde mit dabei. So ist gerade der Husky das Synonym für den Schlittenhund schlechthin.

Reinhard Hauser und Chris Dörle moderierten das Renngeschehen in gewohnt lockerer und informativer Weise. Die Zuschauer erfuhren etwa, das ein Hund bis zu einer Tonne Gewicht ziehen kann. Chris Dörle zu den Rennbedingungen: “Die Piste ist gut; die Sonne scheint – besser geht es nicht“. Bürgermeisterin Janette Fuchs zeigte sich in einer ersten Bilanz bereits am Samstagnachmittag sehr zufrieden: “Dieses Jahr passt alles; wir sind auf einem guten Weg“! Fuchs dankte den zahlreichen Helfern für ihren unermüdlichen Einsatz: “Ohne Sie wäre die Ausrichtung dieses großartigen Events nicht möglich“!
 

Gut angenommen wurde der Wintermarkt in Todtmoos, der erstmals beim Schlittenhunderennen angeboten wurde.
Gut angenommen wurde der Wintermarkt in Todtmoos, der erstmals beim Schlittenhunderennen angeboten wurde.
<strong>Streicheleinheiten:</strong> Für die Schlittenhunde gab's reichlich Streicheleinheiten.
Streicheleinheiten: Für die Schlittenhunde gab's reichlich Streicheleinheiten.
Ein Gespann auf dem Weg zum Start.
Ein Gespann auf dem Weg zum Start.

Das Rahmenprogramm in diesem Jahr wurde kräftig ausgeweitet und das Ortszentrum ins Geschehen einbezogen. Beim Alten Kurpark konnten die Besucher Huskys hautnah erleben und selbst einige Runden auf dem Schlitten drehen – Streicheleinheiten für die Vierbeiner inklusive.

An der Fackelwanderung nach Schwarzenbach am Freitagabend nahmen bereits rund 300 Gäste teil. Abgerundet wurde das Angebot durch einen attraktiven Wintermarkt und den schon zur Tradition gewordenen Country-Abend in der Wehratalhalle mit der Gruppe „Southbound“. Mehrere Fernsehteams waren zum Rennen angereist. Veranstalter des Schlittenhunderennens waren der Schlittenhunde-Sportverein Baden-Württemberg SSBW sowie die Gemeinde Todtmoos.

Ergebnisse der Deutschen Meisterschaft im Sprint im Internet:www.schlittenhunderennen-todtmoos.de
<strong>Einsatzbereit:</strong> Am Stake-Out warteten die Schlittenhunde auf ihren Einsatz.
Einsatzbereit: Am Stake-Out warteten die Schlittenhunde auf ihren Einsatz.
<strong>Vorfreude:</strong> Diese Beiden können es kaum erwarten, bis sie auf den Trail dürfen.
Vorfreude: Diese Beiden können es kaum erwarten, bis sie auf den Trail dürfen.
Hundeschlitten: Hightech-Sportgerät aus Carbon, für den ein Musher bis zu 3000 Euro investieren muß.
Hundeschlitten: Hightech-Sportgerät aus Carbon, für den ein Musher bis zu 3000 Euro investieren muß.