Auf reges Interesse stieß die Infoveranstaltung der Freunde für Todtmoos zum Projekt „Weg der Attraktionen“, zu der die Gemeinderatskandidaten der CDU in den Saal der Bürstenfabrik Maier eingeladen hatten. Ganz klar im Fokus stand dabei die geplante Hängebrücke über das Wehratal, der so genannte Skywalk Todtmoos. Die Investoren und Konstrukteure der Brücke, Theo und Kevin Lauber und Etienne Supersaxo von der Firma Swissrope waren anwesend, stellten das Projekt ausführlich vor, und beantworteten die durchaus auch kritischen Fragen der Bürger.

Winfried Maier stellte zu Beginn die Freunde für Todtmoos vor, welche eine Gruppe freier, engagierter Bürger sein soll: „Unser einziges Ziel ist es, Todtmoos voranzubringen“. In der Gemeinde brauche es nachhaltige Projekte, die dauerhaft ihre Anziehungskraft behalten, so Maier. Der Weg der Attraktionen von Au bis auf den Hochkopf sei auf zehn bis 20 Jahre angelegt, wobei nach und nach weitere Attraktionen verwirklicht werden sollen.

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Initialzündung, so Maier, sei der Riesenhirsch, welcher Anfang Juni oberhalb von Au aufgestellt wird, und von Christian Zumkeller beschrieben wurde. Eine Sonnenalm mit Bewirtung und Ziegenhaltung am Rheintalblick soll entstehen: „Wir haben in Todtmoos bislang keine einzige bewirtschaftete Hütte“, so Zumkeller. Hierzu müsse der Gemeinderat jedoch im Flächennutzungsplan die Möglichkeiten vorgeben, forderte Winfried Maier. Angedacht sind auch Baumhotels sowie ein Wanderstern mit Info- und Verpflegungspunkt im Ortszentrum, von dem aus alle Wege rund um Todtmoos starten.

Kevin Lauber von der Firma Swissrope als größter Hängebrückenhersteller Europas erläuterte den etwa sechs Monate dauernden Bau des Skywalk Todtmoos sowie den Betrieb, der durch eine noch zu gründende Firma als GmbH mit Sitz in Todtmoos erfolgen soll. Lauber rechnet mit einer jährlichen Zahl von mindestens 100 000 Besuchern und prophezeite einen touristischen Aufschwung für Todtmoos. Parkplätze sollen zentrumsnah entstehen, um Gäste in den Ort zu führen.

Gefordert wurde aus der Runde ein Bürgerentscheid. Auf den Standort der Brücke angesprochen, gab Kevin Lauber zu, das die Aussicht nicht perfekt sei; aber hier gehe es primär um das Erlebnis für den Besucher auf der Brücke, welches von Theo Lauber leidenschaftlich beschrieben wurde. Winfried Maier zitierte aus einem Grußwort von Bürgermeisterin Janette Fuchs, die aus Termingründen abwesend war. Hierin heißt es, das der Gemeinderat und die Verwaltung die Errichtung der Hängebrücke befürworten. Seitens der Gemeinde sei eine Bürgerinfo geplant, aber erst, wenn das Projekt schlüssig und klar definiert sei, heißt es in dem Schreiben.