Todtmoos wird bei den Planungskosten für das Projekt "Hängebrücke Skywalk Todtmoos" gegenüber dem Investor Swissrope in Vorleistung treten. Die Summe beläuft sich laut Bürgermeisterin Janette Fuchs auf 30 000 bis 50 000 Euro. Der Investor erwartet seitens der Gemeinde diese Vorfinanzierung.

Sie soll nach der Umsetzung wieder in die Gemeindekasse zurückfließen. Sollte das Projekt scheitern, wäre das Geld verloren. Der Gemeinderat stimmte am Dienstag der Vorfinanzierung zu.

Jörg Zimmermann (CDU): „Wir sollten das Risiko eingehen. Wir müssen einen Mehrwert für den Ort schaffen und das Projekt anstoßen.“ Freie Wähler-Rat Wolfgang Jehle sah in der Hängebrücke eine Chance insbesondere für die örtliche Gastronomie.

Bernd Struck (FW) drängte darauf, die benötigten Parkplätze für die vom Betreiber erwarteten 100 000 Besucher jährlich als Einnahmequelle zu nutzen. Zudem wird die Betreibergesellschaft ihren Sitz in Todtmoos haben, was sich nach Meinung der Ratsrunde positiv auf die Gewerbesteuereinnahmen auswirken wird.

In dem ebenfalls geplanten Bau einer Hängebrücke über den Todtnauer Wasserfall sieht der Investor keine Konkurrenz für Todtmoos. Ganz im Gegenteil: In vergleichbaren Situationen werde ein sogenanntes Brücken-Hopping betrieben.

Längste HängebrückeDeutschlands

Jörg Oehler (FW) sah dies genau so: „Die Brücke in Todtmoos wird mit 550 Metern schließlich die längste HängebrückeDeutschlands“. Oehler fügte an: „Es ist aber wichtig, die Bevölkerung mit ins Boot zu holen“. Engelbert Strittmatter (CDU) zeigte sich positiv überrascht, wie wenig Eingriffe in die Natur durch den Bau nötig seien.

Bürgermeisterin Janette Fuchs bezeichnete die Hängebrücke „als Chance für Todtmoos“. Die Verwaltung habe für das außergewöhnliche Projekt einen guten Planer gefunden. Nach intensiven Vorgesprächen mit dem Schweizer Investor zeigten sich die Räte und die Bürgermeisterin optimistisch, das diese für die Region einmalige touristische Attraktion auch umgesetzt werden kann.

Gemeinderätin Christine van der Meyden (FW) brachte das Ganze auf den Punkt: „Wenn man nichts investiert, kann man auch nichts gewinnen“.