Seit 1888 engagiert sich der Schwarzwaldverein Stühlingen im Bereich Wandern und Wege. Sein erklärtes Ziel war es, die Natur für Einheimische und die ersten Feriengäste erfahrbar zu machen. Heute pflegen die Stühlinger Mitglieder 176 Kilometer Wanderwege. „Wegewart Gerhard Kehl und sein Team sind viele Stunden unterwegs, um diese in Ordnung zu halten und aufgetretene Schäden oder Hindernisse zu beseitigen“, erzählt die Vereinsvorsitzende, Veronika Keller.

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Derzeit mäht und mulcht Kehl, der engagierte Grimmelshofer, gemeinsam mit Herbert Wiesmann aus Wangen den auf den Waldwegen in die Höhe geschossenen Bewuchs. „Holzarbeiten, aber auch Souvenir-Sammler machen es immer wieder notwendig, die Wegezeichen auf Vollständigkeit zu kontrollieren. Da manche Pfade zertifiziert sind, ist zweimal jährlich ein Kontrollgang mit intensiver Überprüfung der Wegemarkierung unbedingt notwendig“, berichtet Gerhard Kehl.

Lob für Helfer

Zusätzlich hat der Schwarzwaldverein in einigen Ortsteilen Helfer, die Wanderwege pflegen, was den Vereins-Verantwortlichen etliche Arbeitsstunden einspart. „Dies ist nicht selbstverständlich“, lobt Veronika Keller. Die meisten Wanderwege zeigen die gelbe Raute. In Stühlingen sind mit ihr 148 Wanderkilometer gekennzeichnet. Mit ihrer Hilfe können sich Wanderer eine Tour zusammenstellen. Dafür startet man an einem Standort-Wegweiser. Dieser gibt den Namen des Standorts, dessen Höhe über dem Meeresspiegel und per Pfeilsystem die Ziele an, die man von dort erwandern kann.

Sie sind stets mit einer Kilometerangabe versehen. Auf den Wanderkarten des Schwarzwaldvereins sind sie mittels eines gelben Fähnchens markiert. Des Weiteren pflegt die Stühlinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins die erste Etappe des beliebten Schluchtensteigs, bis dieser die wunderschönen, aber weg-technisch sensiblen Wutachflühen verlässt.

Wegewart Gerhard Kehl zeigt bei einem Inklusionsprojekt der Realschule Stühlingen, wie Wegearbeit funktioniert.
Wegewart Gerhard Kehl zeigt bei einem Inklusionsprojekt der Realschule Stühlingen, wie Wegearbeit funktioniert. | Bild: Jutta Binner-Schwarz

Diese Route ist mit dem bekannten Schluchtensteig-Zeichen markiert. Außerdem können mit Hilfe der rot-schwarzen Raute ein Stück des Ostwegs und mit der blauen Raute Zugangswege zu weiteren Fernwanderrouten erwandert werden. Der Begeisterung um den Jakobsweg ist mit der Jakobsmuschel eine spezielle Markierung alter Pilgerwege geschuldet. Sie verlaufen in der Regel auf gelbe-Raute-Wegen.

Serie über Wander-Routen: In Kooperation mit der Stühlinger Ortsgruppe des Schwarzwaldvereins werden wir unserer Leserschaft in den nächsten Wochen in einer kleinen Serie Wander-Routen zwischen Steina- und Wutachtal vorstellen, die mit historischen und floristischen Besonderheiten aufwarten.