Die Heizzentrale des Nahwärmenetzes in Ewattingen soll teilweise umgerüstet werden. Der Gemeinderat gab den Planungen zu einem Neubau einer Pelletheizanlage und eines Brennstofflagers samt baulicher Erweiterung der bestehenden Heizzentrale sein Einvernehmen. Ein Bauantrag werde für die sogenannte Energiebox nun beim Kreisbauamt eingereicht, erläuterte Bürgermeister Christian Mauch.

Ersatz für Öl

Ersetzt werden soll durch die Pelletheizanlage der bisherige Spitzenlastheizkessel, der mit Heizöl betrieben wird. Die Nahwärmemanlage wird über zwei mit Holzhackschnitzeln zu bestückende Heizkesselanlagen versorgt. Bei Spitzenlast wird der Heizölkessel zugeschaltet. Wenn das Kreisbauamt die Vollständigkeit der Unterlagen zum Bauantrag bestätigt habe, werde das weitere Bauverfahren eingeleitet, erklärte Christian Mauch.

Das Gebäude

Vorgesehen ist der Bau eines Fertiggebäudes an der Nordseite der Heizzentrale, direkt neben dem großen Pufferspeicher. In dem doppelstöckigen Gebäude mit einer Grundfläche von knapp 21 Quadratmetern und einer Höhe von rund 6,3 Metern sollen die Heizung sowie ein Pelletlager untergebracht werden. Der Technikraum mit der Heizung ist im Erdgeschoss vorgesehen, das Pelletlager mit einem Fassungsvermögen von rund 68 Kubikmetern im Obergeschoss. Die Anlage soll eine eigene Kaminanlage erhalten. Dieser Kamin hat in etwa die Höhe der Kamine der Heizzentrale.

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Bürgermeister Christian Mauch erläuterte dem Gemeinderat, dass die Pelletheizanlage bewusst räumlich klein gehalten wurde. Dies bedinge allerdings, dass das Pelletlager bei Volllast des Pelletkessels in 14-tägigem Rhythmus beschickt werden muss. Der mit Heizöl betriebene Spitzenlastheizkessel bleibe bis zum Bau und zur Inbetriebnahme der Pelletheizanlage einsatzbereit, um einen Betrieb des Nahwärmenetzes abzusichern, gegebenenfalls auch in den nächsten Wintermonaten.

Denn es sei unklar, bis wann das Projekt umgesetzt werden kann. Einer der beiden im Boden befindlichen Heizöltanks sei bereits vor Jahren stillgelegt worden und müsse nun noch verfüllt werden. Mit dem zweiten, ebenfalls 20.000 Liter fassenden Tank werde zu gegebener Zeit ebenso verfahren.