Nur wenige Einheimische, Ostweg-Wanderer und Pilger kennen die 1909 vom Schwarzwaldverein erbaute „Stühlinger Hütte“. Dabei bietet sie nicht erst seit dem Sturm „Sabine“ einen wunderschönen Blick auf den Randen und die Wutachflühen.

Die Stühlinger Hütte hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich.
Die Stühlinger Hütte hat eine wechselvolle Geschichte hinter sich. | Bild: Binner-Schwarz

Die heutige Tour dauert etwa vier Stunden und startet am Museumsbahnhof in Stühlingen-Weizen. Von dort verläuft die Route auf dem Schluchtensteig bis zur Abzweigung beim Standortwegweiser „Alter Salzweg“. Hier entdecken kundige Wanderer einen alten Hohlweg, der früher dem Salzhandel diente.

Bei einer Führung in Regensburg erfuhren Mitglieder des Stühlinger Schwarzwaldvereins, dass auf dem Salzweg einst das „weiße Gold“ von Bad Reichenhall zum Kloster St. Blasien transportiert worden ist. Im Grimmelshofer Gasthaus „Hirschen“ tauschten die Fuhrleute ihre Zugpferde gegen Ochsen.

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Diese übernahmen die schwere Last bis hinauf auf die Hochebene. So wurden die Pferde geschont und konnten zur Überwachung des Weges genutzt werden. Nicht selten versuchten Räuber, an besonders steilen Strecken die Salztransporte zu überfallen.

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Weiter geht es auf dem Gelben Raute-Wanderweg aufwärts Richtung Stühlinger-Hütte. Nach Erreichen eines Feldwegs führt die Route scharf rechts den Hang hinauf zu der eindrucksvollen hölzernen Hütte. Sie bietet ein einfaches Dach über dem Kopf und Bänke, die mit guter Aussicht zum Vespern einladen. Das Hüttenbuch bietet stets interessante Lektüre.

Auch Kornblumen erfreuen auf dieser vierstündigen Tour das Auge der Wanderer.
Auch Kornblumen erfreuen auf dieser vierstündigen Tour das Auge der Wanderer. | Bild: Jutta Binner-Schwarz

Nachdem man die Aussicht über die Wutach-Flühen genossen hat, geht es auf dem Gelben-Raute-Wanderweg (auch mit Jakobswegzeichen) weiter in Richtung Weizen. Schließlich erreicht man den Wanderparkplatz Hochbühl. Dort quert die Route den geteerten Gemeindeverbindungsweg. Bei der zweiten Abzweigung taucht man nach rechts in den Wald ein. So gelangt man die Schluss-Etappe der Tour und gelangt im Schatten der Bäume nach Weizen. Dort folgt man der Beschilderung bis zum Gasthaus „Kreuz“ und erreicht dann links auf dem Rad- und Wanderweg wieder den Ausgangspunkt.

Auf dieser Tour werden 310 Höhenmeter überwunden. Einkehrmöglichkeit besteht im Gasthaus „Kreuz“ in Weizen (Telefon07744/335, montags ist Ruhetag).