Über den Stand der geplanten Sanierung und Erweiterung der Wutachhalle informierten Planer Daniel Wiest und Architekt Ralf Kaiser aus Grafenhausen bei der Ratssitzung in Ewattingen. Dies deshalb, weil die beiden Bauexperten das Projekt Wutachhalle als Planungsgemeinschaft betreuen wollen. Bei diesem großen Vorhaben sei es sinnvoll, sich zusammenzuschließen, sagte Daniel Wiest und ergänzte, das biete mehr Sicherheit bei der Baubegleitung.

Erfahrung ist vorhanden

Sowohl Wiest als auch Kaiser verfügen über reichlich Erfahrung bei der Sanierung von kommunalen Gebäuden. Wiest hat beispielsweise die Sanierung der Stadthalle in Bonndorf geplant, Kaiser den Umbau der Schwarzwaldhalle in Grafenhausen. Der Vergabe der Planungsleistungen an die Büros Wiest und Kaiser stimmte der Gemeinderat zu. Zum Stand der Dinge gab Daniel Wiest bekannt, dass das Baugenehmigungsverfahren am Laufen ist.

Problematische Parkplatzfrage

Als problematisch habe sich die Parkplatzfrage gestaltet. Hier musste etwas umgeplant werden, weil bei der ursprünglichen Planung nicht sichergestellt werden konnte, dass der vorgeschriebene Lärmschutz für die umliegende Bebauung eingehalten werden kann. „Wir haben Lösungsmöglichkeiten gesucht und gefunden“, so Wiest weiter.

Die Stellplätze werden etwas näher an die Halle und weiter weg von der Wohnbebauung gerückt. In Richtung Frohnwiesenstraße werde eine Schallschutzwand errichtet, um auf der sicheren Seite zu sein. Mit diesen Änderungen sei das Baugesuch nun genehmigungsfähig. Mitte Januar wird die Baugenehmigung erwartet. Parallel dazu arbeiten die Büros an der Ausführungsplanung für die Hallensanierung und den Anbau.

Höherer Zuschuss durch Bauweise

Der Anbau werde in Holzständerweise errichtet, so Wiest. Dies sei bei einer eingeschossigen Bauweise kein Problem und ermögliche einen höheren Zuschuss (plus 15 Prozent) aus dem Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR). Ist die Baugenehmigung da, sollen alle Gewerke ausgeschrieben werden. Mitte März, so die Planung, sollen die Aufträge in einem Rutsch vergeben werden. Durch diese Bündelung sei eine bessere Kostenkontrolle möglich, meinte Daniel Wiest.

Der Planer ist zuversichtlich, dass die Arbeiten dann im Mai beginnen können. Erhard Graunke meinte: „Wir gehen finanziell an unsere Grenzen, die Wutachhalle liegt mir schwer im Magen.“ Dennoch müsse das Großprojekt angegangen werden, allerdings: „Klar muss sein, dass wir die Kosten von 2,6 Millionen Euro nicht überschreiten“, mahnte Graunke an. Dieses Ziel verfolgen auch die Ratskollegen, die dann geschlossen den Baubeschluss für das Großprojekt fassten.