In drei Tälern des Landkreises Waldshut sind derzeit Wegeverbindungen wegen Fels- und Erdabgängen gesperrt: seit März bis voraussichtlich Ende November das Schlüchttal, seit über sechs Jahren bereits die Albtalstraße, die wohl nicht vor 2025 wiedereröffnet wird, sowie ebenfalls seit März der Murgtalweg. Letzterer stellt im Unterschied zu den beiden anderen Straßen keine Verkehrsverbindung dar, ist aber eine bei Wanderern und Radlern beliebte sowie bei der Forstarbeit genutzte Strecke. Auch hier ist nicht klar, wann eine Öffnung erfolgen kann.

„Dass uns die Sperrung des Murgtals für mehrere Jahre droht, war mir von Anfang an klar und wurde jetzt durch den erwähnten Artikel bestätigt“, sagt unser Leser Klaus Graß aus Niederhof. Er bezeichnet sich als „Albtalsperrungvorgeschädigter“.

Graß macht einen ebenso einfachen wie möglicherweise wirksamen Vorschlag zur Lösung des Problems im Murgtal: „Mein Vorschlag wäre, eine Art Pritsche mit Geländer über die Abbruchstelle zu legen und damit den Wander- und Fahrradverkehr sicher wieder zu ermöglichen.“ Autos und Pferdekutschen müssten allerdings draußen bleiben.

Eine Pritsche über der Abbruchstelle könnte die Lösung für das Problem sein und Fußgängern und Radlern die Benutzung des Wegs wieder ermöglichen.
Eine Pritsche über der Abbruchstelle könnte die Lösung für das Problem sein und Fußgängern und Radlern die Benutzung des Wegs wieder ermöglichen. | Bild: Klaus Graß

Mitarbeiter des Murger Bauhofs könnten die Pritsche mit geringen Materialkosten herstellen, schlägt Graß vor. Dies würde die die arg gebeutelte Gemeindekasse nicht allzu arg belasten. „Danach können unsere Behörden in aller Ruhe über Reparaturmöglichkeiten nachsinnen, während der das Murgtal kurzfristig wieder begehbar wäre“, sagt der Rentner.