Zwei Tage, nachdem die Freiwillige Feuerwehr Murg ihr neues Fahrzeug eingeweiht hatte, bekam auch der Laufenburger Ortsverband des Technischen Hilfswerks (THW) sein „neues Zugpferd“, so der Ortsbeauftragte Tobias Roming, offiziell überreicht. Am Freitag wurde der LKW-Kipper vorgestellt, und zwar in der neu hergerichteten Fahrzeughalle. Diese hätte man gerne schon im Mai eingeweiht, aber die Corona-Pandemie ließ dies nicht zu.

Doch anlässlich der Fahrzeugübergabe „wollten wir uns von dem Virus nicht unterkriegen lassen“, meinte Tobias Roming. Und so feierte das THW – mit gebührendem Sicherheitsabstand – das Ereignis mit einer geladenen Gästeschar, zu der Vertreter der Politik, der benachbarten Feuerwehren, der Polizei sowie Timo Strasser und Andreas Fritz, die stellvertretenden Bürgermeister von Murg und St. Blasien, gehörten, denn der THW-Ortsverband Laufenburg ist auch für diese Kommunen und zusätzlich noch für Albbruck, Dachsberg und Görwihl zuständig.

Pfarrer Klaus Fietz segnete das neue Fahrzeug des THW.
Pfarrer Klaus Fietz segnete das neue Fahrzeug des THW. | Bild: Michael Gottstein

Das neue Fahrzeug wurde vom Bund finanziert und kostete 400.000 Euro. Gruppenführer Tobias Hessel und Truppführer Eduard Martynevskij hatten den LKW-Kipper in einer 850 Kilometer langen Fahrt von Hoya an der Weser nach Laufenburg überführt. Zugführer Sebastian Thoma erläuterte den Gästen die technischen Detail, und Regionalleiter Markus Woywod überreichte Tobias Roming die Schlüssel und vergaß bei aller Freude über die Neuanschaffung nicht, auch das 39 Jahre alte Vorgängermodell zu loben, das seinen Dienst sehr zuverlässig getan hatte und noch in gutem Erhaltungszustand ist, so dass es dem THW-Fahrzeugpool übergeben wird. Pfarrer Klaus Fietz segnete das neue Fahrzeug und erbat Gottes Segen für alle Helfer.

Regionalleiter Markus Woywod zeichnete Eduard Martynevskij für dessen besondere Leistungen mit dem Helferzeichen in Gold aus.

Eduard Martynevskij wurde für außerordentliche Leistungen geehrt.
Eduard Martynevskij wurde für außerordentliche Leistungen geehrt. | Bild: Michael Gottstein

Seit 2009 gehört er dem THW-Ortsverband Laufenburg an. „Wenn jemand jede Schraube kennt, dann ist das Eduard Martynevskij, und er ist stets zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wird.“ Bürgermeister Ulrich Krieger beglückwünschte das THW und bekannte scherzhaft, „fast etwas neidisch“ auf das neue Fahrzeug zu sein. Er dankte den Helfern im Namen der Bürger der Stadt. Er freue sich, dass Laufenburg ein THW-Standort sei, und insofern sei die Einweihung des neuen Fahrzeugs auch ein Freudentag für die Stadt. Auch Kreisbrandmeister Dominik Rotzinger und der Feuerwehr-Stadtkommandant Markus Rebholz beglückwünschten das THW.

Dessen Domizil ist seit Mai in tadellosem Zustand: Das Bestandsgebäude wurde saniert, auch der Hof wurde erweitert und neu hergerichtet. Das Gebäude, das nun die Fahrzeughalle mit Aufenthaltsraum und Werkstatt beherbergt, war vor einigen Jahre niedergebrannt. Der Eigentümer richtete es wieder her und verkaufte es an die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA), die die Immobilie an das THW vermietet. Das Hilfswerk gestaltete die Halle nach seinen Bedürfnissen. Das Einweihungsfest wird nachgeholt.

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