Im Jahre 2019 kommt es zur ersten Austragung des grenzüberschreitenden Kulturstipendiums „Burgschreiber zu Laufenburg“. Dazu ist die große Anzahl von 16 Bewerbungen eingegangen, was die Leitung mit Petra Gabriel und Martin Willi sowie die Jury mit großer Freude erfüllt hat. Das große Interesse ist eine Bestätigung dafür, dass der Schritt, dieses Stipendium ins Leben zu rufen, richtig war.

Die sechsköpfige Jury, der neben der Leitung noch der Schriftsteller Christian Haller, die Buchhändlerin Renata Vogt sowie Maria-Theresia Rist und Meinrad Schraner als Vertreter der Stadtbehörden, angehören, hat Markus Manfred Jung als Burgschreiber 2019 gewählt.

Markus Manfred Jung wurde 1954 in Zell im Wiesental geboren. Er lebt mit seiner Frau, der Malerin Bettina Bohn, in Hohenegg, Kleines Wiesental. Er schloss mit Erfolg sein Studium in Germanistik, Skandinavistik, Philosophie und Sport ab und war bis vor kurzem als Gymnasiallehrer tätig. Als Schriftsteller schreibt er Gedichte, Geschichten, Theaterstücke und Hörspiele in alemannischer Mundart und Hochdeutsch, unter anderem „D Bluetschuld vo Laufeburg“ im Jahre 2007.

Er durfte schon diverse Auszeichnungen und Preise entgegen nehmen, unter anderem den Preis „Oberrheinischer Rollwagen“ 1989; den Dr. Alfred Gruber-Förderpreis beim Wettbewerb Lyrikpreis von Meran in Italien 1998, den Lucian-Blaga-Poesiepreis, Cluj Napoca/Klausenburg in Rumänien 2001. Außerdem bekam er den Landespreis für literarisch ambitionierte Kleinverlage 2006 (Drey-Verlag), den Jahrespreis der deutschen Schallplattenkritik 2007 für Ikarus (mit Uli Führe) sowie den Hebel-Dank in Lörrach 2009 und die Hebelplakette in Hausen 2013. Insgesamt blickt er bisher auf 22 Buchveröffentlichungen, darunter sieben Gedichtbände im Inland und zwei zweisprachige im Ausland (Rumänien, Italien) zurück.

Die Jury ist überzeugt, mit Markus Manfred Jung einen ambitionierten und ausgewiesenen Burgschreiber gefunden zu haben und freut sich auf die Zusammenarbeit mit ihm. Der Autor wird vom 1. März bis 31. Mai 2019 das Amt ausführen und dabei bei Privatpersonen beidseits des Rheins wohnhaft sein. Am 8. März findet in der Kultschüür Laufenburg die offizielle Auftaktveranstaltung statt, wo der Burgschreiber der Öffentlichkeit vorgestellt wird.