Seit 1. Januar ist Manuel Nägele (28 Jahre) aus Waldshut der neue Forstrevierleiter des Reviers Murg-Laufenburg. Er betreut 1860 Hektar Wald zwischen Murg und Laufenburg im Rheintal bis hinauf nach Hottingen und Oberwihl. Nägele, der die Nachfolge vom bisherigen Forstrevierleiter Karl-Ulrich Mäntele übernommen hat, der nach 21 Jahren ins Forstrevier Rickenbach gewechselt ist, betreut neben dem kommunalen Waldbesitz, auch die Privatwälder von etwa 1000 privaten Waldbesitzern.

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Als junger Forstwart, der seinen Beruf an der Universität Freiburg studiert hat, möchte Manuel Nägele den ihm anvertrauten Wald, der durch die Trockenheit der letzten beiden Jahre stark gelitten hat und vom Borkenkäfer heimgesucht wurde, durch gezielte Aufforstung mit resistenteren Baumsorten, wie der Douglasie, der Buche und anderen Laubbäumen, wie dies bereits Karl-Ulrich Mäntele begonnen hat, fortsetzen.

Mäntele ist daran gegangen, den Allmendwald, der ein Kernstück des Kommunalforstes darstellt, großflächig zu verjüngen. Dies bedeutet, dass der Wald in der Allmend nicht mehr aus großen, gleichaltrigen Fichtenbeständen besteht, sondern dass sich durch natürliche Aussamung ein Mischwald mit standortangepassten Baumarten unterschiedlichen Alters entwickelt hat.

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Zu den gefährdeten Baumarten zählt die Esche, die von einer Pilzkrankheit, dem Schlauchpilz befallen ist, die aus Ostasien stammt. Wie Forstbezirksleiter Markus Rothmund bei einer Waldbegehung des Gemeinderats, die im Oktober 2019 stattfand, erklärte, „steht es um den Laufenburger Stadtwald trotz Klimawandel und Borkenkäferplage, relativ gut. Der Holzbestand erneuert und verändert sich organisch durch Verjüngung.“

Manuel Nägele schloss 2017 an der Universität Freiburg sein Studium der Waldwirtschaft und Umwelt, ab. Danach war er in verschiedenen Forstbezirken des Landkreises Waldshut als Trainee tätig und hatte Reviervertretungen in Albbruck, Dogern und Rickenbach übernommen.

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Sein Ziel ist die Aufforstung des Waldes und die Bekämpfung des Borkenkäfers durch das gezielte Fällen befallener Fichten und deren Entfernung aus dem Wald. Er möchte außerdem den privaten Waldbesitzern dabei helfen, private Fördermittel zu beantragen, um ihre Wälder durch Wiederaufforstung und andere Maßnahmen zu erhalten. Er strebt eine gute Zusammenarbeit mit den Jagdpächtern bei der Tierhege an. Die Jagdpächter sorgen für einen konstanten Bestand des Rehwildes, womit der Verbiss der Jungpflanzen in Grenzen gehalten wird.

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