Falschparker machen der Laufenburger Feuwehr bei Einsätzen immer wieder Probleme. Vor allem bei Einsätzen in der Altstadt kommt es oft zu zeitlichen Verzögerungen wegen falsch abgestellter Fahrzeuge. Zuletzt war dies in der Nacht von Samstag auf Sonntag bei einer Hilfeleistung im Bereich der Altstadt der Fall.

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Die Feuerwehr sei am frühen Sonntagmorgen um 1.50 Uhr wegen eines medizinischen Notfalls alarmiert worden, berichtet Kommandant Markus Rebholz auf Nachfrage unserer Zeitung. Weil die Wohnung des Betroffenen nur zu Fuß zu erreichen gewesen sei und der Patient den Weg nicht selbst habe zurücklegen können, sei die Drehleiter zum Einsatz gekommen. Deren Wendeplatz vor der Laufenbrücke sei von abgestellten Autos blockiert gewesen. Nach dem Einsatz habe die Drehleiter ihren Rückweg über die Bahnhofstraße nach Rhina statt über die Hauptstraße durchs Waldtor nehmen müssen.

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Der Patient konnte ohne größere Probleme aus seiner Wohnung transportiert werden. Die Feuerwehr war mit 15 Einsatzkräften und drei Fahrzeugen im Einsatz. „Bei Einsätzen in der Altstadt haben wir zwei besonders sensible Stellen: den Rathausplatz als Aufstellfläche und den Platz vor der Laufenbrücke als Rangierfläche“, erklärt Rebholz. Stünden diese bei Einsätzen nicht zur Verfügung, könne dies im Ernstfall zu erheblichen zeitlichen Verzögerungen mit gravierende Folgen führen.

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„Das unüberlegte Abstellen von Fahrzeugen kann Menschenleben gefährden.“ So habe an Ostern ein falsch abgestelltes Fahrzeug am Stadttor in den Straßenraum hineingeragt. Er sei von einem Feuerwehrmann auf die Situation aufmerksam gemacht worden, berichtet Rebholz.

Diese Aufnahme vom Ostersonntag zeigt zwei vor dem Stadttor parkende Autos. „Ein Löschfahrzeug wäre da auf keinen Fall mehr durchgekommen“, sagt Feuerwehrkommandant Markus Rebholz.
Diese Aufnahme vom Ostersonntag zeigt zwei vor dem Stadttor parkende Autos. „Ein Löschfahrzeug wäre da auf keinen Fall mehr durchgekommen“, sagt Feuerwehrkommandant Markus Rebholz. | Bild: privat

„Ein Löschfahrzeug wäre da auf keinen Fall mehr durchgekommen.“ Deshalb habe er die Polizei verständigt. „Grundsätzlich kann es aber natürlich nicht Aufgabe der Feuerwehr sein, den Straßenraum zu kontrollieren.“ Am meisten fallen Falschparker am Wochenende ab freitagabends ins Auge. Die Überwachung der Verkehrsregelungen ist Sache der Stadt. Die setzt dafür nicht nur eigene Vollzugskräfte ein, sondern hat auch eine Sicherheitsagentur beauftragt. Vergangenes Jahr sind in Laufenburg laut Hauptamtsleiterin Martina Bögle bis Ende Oktober insgesamt 1777 Verwarnungen ausgesprochen worden – rechnerisch rund sechs jeden Tag. „Das Bußgeld geht bei 10 Euro los und bewegt sich bis 35 Euro. Wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt, schleppen wir auch ab“, so Martina Bögle.