Es ist vollbracht! Quasi angeflogen kam der Steinway-Konzertflügel B-211, 211 Zentimeter lang und 354 Kilogramm schwer und landete direkt im Konzertsaal des Laufenburger Schlössle. Doch so leicht, wie es vielleicht klingen mag, war es gar nicht. Denn mit schwerem Gerät, einem Autokran, und mithilfe der Bauhofmitarbeiter, musste der Flügel zwei Stockwerke überwinden, bevor auf dem Balkon gelandet ist und in den Konzertsaal gebracht werden konnte.

Ein Flügel kommt geflogen: Schweres Gerät war nötig, um den neuen Konzertflügel ins Schloss zu bringen.
Ein Flügel kommt geflogen: Schweres Gerät war nötig, um den neuen Konzertflügel ins Schloss zu bringen. | Bild: Susanne Kanele

"Wir haben einen mächtigen Aufwand betrieben, damit das alles so klappt", erklärt Marie-Theres Rist, die Vorsitzende des Fördervereins "Kultur im Schlössle" aus Laufenburg. Etwas mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis die Mitglieder dank Zuschüssen, Sponsoren und Spenden über den Tastenverkauf und die Benefizkonzerte im Schlössle, den Betrag von 108 000 Euro gesammelt hatten.

Es ist vollbracht: Freudige Gesichter bei den Mitgliedern des Fördervereins Lothar Rist, Marie-Theres Rist, und Tatjana Fahnenstiel (von links) und Erleichterung bei Klavierbauer Claudio Labianca (rechts) dass alles so gut geklappt hat.
Es ist vollbracht: Freudige Gesichter bei den Mitgliedern des Fördervereins Lothar Rist, Marie-Theres Rist, und Tatjana Fahnenstiel (von links) und Erleichterung bei Klavierbauer Claudio Labianca (rechts) dass alles so gut geklappt hat. | Bild: Susanne Kanele

Doch mit der Anschaffung des neuen Flügels, ist die Arbeit des Fördervereins, längst nicht beendet. Denn jetzt geht es weiter mit der Konzertreihe "Mary-Codman-Classics". Bereits am kommenden Sonntag, 20. Juli, bringt der Musiker Adrian Oetiker, den neuen Konzertflügel, zum ersten Mal zum klingen. Das Konzert beginnt um 17 Uhr.

Bereits von Anfang an ist der Wunsch, einen Steinway-Konzertflügel für den Saal im Schlössle anzuschaffen, in der Öffentlichkeit auf große Resonanz gestoßen. Um dem Vorhaben eine Lobby zu geben, hat sich bereits im Mai 2017 der Förderverein "Kultur im Schlössle" gegründet, der dann im November des gleichen Jahres, aktiv in die Werbung für das Vorhaben eingestiegen ist.

Die Idee: Statt einfach nur Geld zu spenden, konnte man schwarze oder weiße Klaviertasten erwerben. Für die weiße oder schwarze Taste, war jeweils ein Betrag festgelegt. Weiter haben die Stadt Laufenburg und die Sparkasse jeweils einen Betrag zur Verfügung gestellt. Neben der "Tastenaktion" fanden außerdem in regelmäßigen Abständen, Benefizkonzerte statt.

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Im Dezember des vergangenen Jahres war es dann soweit: "Wir sind mit einer Abordnung nach Hamburg gereist und haben uns einen Flügel ausgesucht", so Marie-Theres Rist. Und jetzt ist er geliefert, aufgestellt und gestimmt worden. "Wir sind wahnsinnig stolz auf das was wir geleistet haben und dankbar, dass wir von der Öffentlichkeit so unterstützt worden sind", freut sich die Vorsitzende jetzt über den neuen Flügel.