Das Programm der Laufenburger Kulturtage an diesem Wochenende ist nur bei geographischer Betrachtung ein Programm voller Gegensätze. Am Samstag, 10. August, ist die Gruppe An Erminig mit bretonischer Musik um 20 Uhr in der Stadthalle Laufenburg/CH zu Gast, einen Tag später, Sonntag, 11. August, um 20 Uhr die sizilianische Sängerin, Musikerin und Komponistin Etta Scollo. Beiden gemeinsam ist die Verbundenheit mit der Tradition, und sowohl An Erminig wie auch Etta Scollo erzählen Geschichten.

Markante Stimme aus Sizilien: Etta Scollo ist Sonntag, 11. Juli, in der Stadthalle Laufenburg/CH zu Gast.
Markante Stimme aus Sizilien: Etta Scollo ist Sonntag, 11. Juli, in der Stadthalle Laufenburg/CH zu Gast. | Bild: Gianluigi Primaverile

Die Gruppe An Erminig kommt aus dem Saarland und ist seit mehr als 40 Jahren in Sachen bretonischer Musik im In- und Ausland unterwegs. Die Lieder auf „Plomadeg“, der jüngsten CD der Gruppe, erzählt in (Tanz-)Liedern und Balladen, heitere, bewegende, auch auch traurige Begebenheiten aus dem täglichen Leben der bretonischen Landbevölkerung von einst. Noch bevor es Zeitungen gab, wurden auf diese Art und Weise Nachrichten von Sängern und Musikanten in der Bretagne von Ort zu Ort getragen.

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Auch Etta Scollo, die in Berlin und Sizilien lebt, steht seit vielen Jahren auf der Bühne und ist für ihre Vielseitigkeit, die Dramaturgie ihrer Programme und ihre markante Stimme bekannt. Sie arbeitete mit renommierte Musikern aus der Blues- und Jazzszene, schrieb Filmmusiken, wurde in Theater und Oper aktiv, und begann sich irgendwann für die traditionelle Musik ihrer Heimat zu interessieren. Etta Scollo ist es ein Anliegen, Musik mit Literatur zu verbinden.

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Ihre jüngste CD „Il passo interiore – der innere Schritt“ wurde 2018 veröffentlicht. Die Kompositionen basieren auf Texten anderer Autoren und aus den unterschiedlichsten Quellen und haben zum Teil auch aktuell politische oder historische Hintergründe. In „Suite per Lampedusa„ verarbeitet sie zum Beispiel den offenen Brief der Bürgermeisterin von Lampedusa, Giusi Nicolini, von 2012, in dem sie sich über die Gleichgültigkeit Europas angesichts der Flüchtlingskrise entrüstet. Tickets für An Erminig am Samstag, 10. August, und Etta Scollo am Sonntag, 11. August, gibt‘s im Internet (www.ticket-regional.de).