eva baumgartner

Ihren großen Frühjahrsputz in der Landschaft starteten die Klettgau Cleaners am Samstag. Insgesamt haben sie 421 Kilogramm Abfall eingesammelt. Die Müllsammler waren allein oder in kleinen Gruppen unterwegs, so im Grießener Gewerbegiet Kies, sie liefen die Straßenränder entlang der Landstraßen in den Ortsteilen ab, waren auf beliebten Rad- und Wanderstrecken, entlang des Klingengrabens und die Strecke hinauf zum Kalten Wangen unterwegs, auch einige Plätze in Erzingen wurden von Müll befreit.

Das könnte Sie auch interessieren

Die Landfrauen Bühl waren mit 16 Personen rund um Bühl beim Müllsammeln. Insgesamt haben an der „Frühjahrsputzete“ 47 Personen teilgenommen.

Aufräumaktion in der Natur

Rückschlüsse auf die Zeit, wie lange Müll bereits in der Natur herumliegt, lässt manchmal das aufgedruckte Mindesthalbarkeitsdatum auf Verpackungen zu. Bei dieser Aufräumaktion wurde eine Verpackungsfolie mit dem aufgedruckten Datum 23.12.2014 gefunden.

Müllmengen nehmen zu

Aber nicht nur Verpackungsmüll wurde eingesammelt. Die Palette reicht von unzähligen Zigarettenstummeln, Flaschen, Dosen und Einwegmasken bis hin zu Smartphones, Medikamenten und sogar ein Raclette-Grill wurde gefunden. Die Menge an weggeworfenen Einwegverpackungen hat seit Beginn der Pandemie deutlich zugenommen. „Es ist auffallend, wie sehr sich die Menge von To-go-Verpackungen erhöht hat. Erschreckend ist die Anzahl der gefundenen Einwegmasken“, berichtet Radovan Rabl, der Gründer der Klettgau Cleaners.

Mit Müllsäcken und Greifzangen

Die Klettgauer Initiative schwappt inzwischen auch auf die Nachbargemeinde Wutöschingen über. Dort wird am kommenden Samstag, 27. März, ebenfalls ein Cleanup (Müllsammelaktion) stattfinden. Ab 9 Uhr können sich dort Helfer am Parkplatz vor Edeka Lemke mit Eimern, Müllsäcken und Greifzangen versorgen lassen.

Radovan Rábl arbeitet ehrenamtlich als Teamleiter Baden-Württemberg für den World Cleanup Day. Er findet jährlich am dritten Samstag im September statt. Im vergangenen Jahr haben sich an diesem Tag allein in Deutschland über 83.000 Menschen beteiligt. Informationen im Internet (radovan.rabl@worldcleanupday.de).