Ein Blick hinter die Kulissen der Rowak AG bot sich der SPD-Bundestagsabgeordneten und Staatssekretärin im Umweltministerium Rita Schwarzelühr-Sutter sowie dem Klettgauer Bürgermeister Ozan Topcuogullari im Rahmen der Sommergespräche.

„Die Rowak AG entwickelt seit ihrer Gründung 1974 qualitativ hochwertige und innovative Schmelzkleber sowie 3D-Kunsstoffmaterialen für die internationalen Märkte“, informierte Geschäftsführer Timur Ünlü vorab.

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In der Textilbekleidung, in Heimtextilien und technischen Textilien, bei Schuh- und Lederanwendungen, sowie in der Automobilindustrie, Filtration-, Hygiene- und Kosmetikindustrie u. a. werden ihre Produkte verwendet. Das Hightech-Unternehmen beschäftigt 20 Mitarbeiter. „Wir verbinden handwerkliches Können mit Hightech“, schickte Geschäftsführer der Führung durch den Betrieb voraus.

Große Säcke mit Kunstoffgranulat stapeln sich vor der Produktionshalle, in der die großen Mahlwerke das Granulat lautstark zu Pulver mahlen. Diese Bearbeitung sei gar nicht so einfach, erklärt Ünlü, viele Faktoren wie beispielsweise die Temperatur müssen akkurat stimmen. „Dabei kommt uns unsere große Erfahrung im Umgang mit dem Pulver zugute.“

Im benachbarten Labor demonstriert eine Mitarbeiterin sogleich eine Anwendung des pulverförmigen Schmelzklebers und schmilzt das Firmenlogo auf ein T-Shirt auf. „Schadstofffrei, absolut babyhautverträglich und dabei widerstandsfähig wie es von Kunden wie Nike und Adidas für Fußballtrikots gefordert wird“, betont Timur Ünlü.

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Aber es sind bei weitem nicht nur die innovativen Schmelzkleber, die die Produktpalette des Unternehmens ausmachen, sondern auch das weite Feld der Thermoplasten für die unterschiedlichsten Industriezweige: feste, flexible und flammenresistente Kunststtofformen aus dem 3D-Drucker, die extremst belastbar sind, wobei große Unternehmen wie beispielsweise Airbus und Siemens zu den Kunden zählen.

Für Rita Schwarzelühr-Sutter war Rowak denn keine unbekannte Größe, denn als Vorsitzende des Kuratoriums Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU), die jährlich 50 Millionen Euro an Fördergelder vergibt, war sie mit entscheidend für die Vergabe von rund 300.000 Euro Fördermittel für eine Rowak-Produktentwicklung.

Selbstredend wurde nach der ausführlichen Firmenpräsentation die allgemeine wirtschaftliche Lage diskutiert. Die Bundestagsabgeordnete bekam einmal mehr die Sorgen und Nöte des Mittelstandes zu hören. In der derzeitigen Coronakrise rechnet Geschäftsführer Ünlü mit Umsatzeinbußen von bis zu 20 Prozent. Dennoch schaut er optimistisch in die Zukunft: „Wir haben eine gute Perspektive am Standort Grießen“, betont er, hier werde der Bau einer neuen Lagerhalle in Angriff genommen sowie ein weiterer Entwicklungsingenieur eingestellt.

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