Was macht eigentlich ein Feuerwehrmann oder eine Feuerwehrfrau? Damit die Kinder schon früh einen Einblick in das Feuerwehrwesen bekommen, hat die Feuerwehr Hohentengen in Zusammenarbeit mit der Gemeinschaftsschule Rheintal erstmals eine Feuerwehr-AG für Viertklässler angeboten. Im Rahmen des Projektes Mitgliederwerbung der Feuerwehr habe man sich Gedanken gemacht, wie sich Aufgaben und Tätigkeiten der Feuerwehr näherbringen lassen, erzählt Melanie Scheuble von der Feuerwehr Lienheim über die Entstehung.

Das sollte schon bei jungen Leuten anfangen, war die einhellige Meinung des Feuerwehr-Ausschusses. Daraus entwickelte sich die Idee, eine AG an der Schule anzubieten. Rektor Timo Feigl stand dem positiv gegenüber und so startete das fünfköpfige Team mit Ömer Yüksel, Pascal Wymann, Manuela Gampp, Alexander Stillner und Melanie Scheuble damit, die sechs AG-Termine zu konzipieren. Bei den Terminen werden sie jeweils von weiteren Helfern unterstützt.

Dabei geht es um das Kennenlernen des Gerätehauses mit seinen Gerätschaften und Einsatzfahrzeugen sowie Sicherheitsfragen. Jeder AG-Teilnehmer bekam eine persönliche Schutzausrüstung. Typische Aufgaben und Vorgehensweisen wurden durch die Mitglieder der Feuerwehr erklärt – in Theorie und Praxis. Dabei war schon das Abholen von der Schule mit dem Feuerwehrauto spannend.

Die Praxis beim Feuerwehrhaus machte den Viertklässlern besonderen Spaß. Vorn (links) Ömer Yüksel, rechts Pascal Wymann vom AG-Team der ...
Die Praxis beim Feuerwehrhaus machte den Viertklässlern besonderen Spaß. Vorn (links) Ömer Yüksel, rechts Pascal Wymann vom AG-Team der Feuerwehr, im Hintergrund beobachten Bürgermeister Martin Benz, Lehrerin Sabine Nöltner und der stellvertretende Gesamtkommandant Christian Scheuble die Übung. | Bild: Sabine Gems-Thoma

Am Tag des Fototermins stand eine Löschübung auf dem Programm, mit richtigem Feuer und dem Verlegen einer Löschwasserleitung. Wie wichtig dabei Disziplin und die bereits erlernten richtigen Kommandos sind, erläuterte Manuela Gampp – und es klappte schon recht gut. Pascal Wymann erklärte, wozu die Wärmekamera eingesetzt wird und jeder durfte ausprobieren, den heißesten Punkt eines Feuers zu finden.

Erklärt wurden auch die verschiedenen Brandklassen und womit die unterschiedlichen Brände zu löschen sind. Eindrücklich demonstrierte Ömer Yüksel, was passiert, wenn ein Fettbrand mit Wasser gelöscht wird und daraus eine riesige Stichflamme entsteht. Beobachtet wurde das Ganze von Bürgermeister Martin Benz, Gesamtkommandant Markus Gampp, Stellvertreter Christian Scheuble und Lehrerin Sabine Nöltner. Zwei Teilnehmer haben Interesse an der Jugendfeuerwehr gezeigt.