Erneut konnte der Eigenbetrieb „Moderne Kommunikationstechnologie“ der Gemeinde, kurz Moko, eine erfreuliche Bilanz vorweisen. Die Jahresabrechnung 2017 schloss mit einem Gewinn in Höhe von über 126.000 Euro. Außerdem wurden Schulden in sechsstelliger Höhe getilgt. Den Jahresabschluss 2017 legte Moko-Sachbearbeiterin Yvonne Vollmer dem Gemeinderat vor und betonte: „Das Ergebnis unterstreicht, dass mit der Gründung der Moko 2008 und dem Breitband-Ausbau in Eigenregie der richtige Weg eingeschlagen wurde.“

1450 Kunden waren bis Ende 2017 an das Glasfasernetz Hohentengen angeschlossen. Es wurden 79 neue Hausanschlüsse für „Nachzügler“ und in Neubaugebieten erstellt. Die meisten Investitionen in 2017 erforderte der notwendig gewordene Netzausbau mit Neuverlegung von Glasfaserkabeln und Investitionen in die Technik. Unter anderem wurde die zentrale Verteilerstation in der Schule erweitert. Bei Gründung des Eigenbetriebes 2008 war von einer Versorgung von 1500 Wohnungseinheiten ausgegangen worden. Aufgrund der sehr guten Nachfrage und um weitere Zuwächse zu bedienen, wurde ein Ausbau um zusätzliche 20 Prozent beschlossen.

Neben den Einnahmen aus der Vermietung des Glasfasernetzes (472.300 Euro) spülte auch die Beratertätigkeit im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit für andere Gemeinden und den Landkreis in Sachen Backbone-Ausbau (277.500 Euro) Geld in die Kasse. Mit 200.342 Euro wurde weniger als geplant investiert, da das Grundstück für das neue Rechenzentrum im geplanten neuen Gewerbegebiet in Hohentengen noch nicht erworben wurde. Insgesamt konnten ein Gewinn von 126.126 Euro erzielt und Schulden in Höhe von 166.400 Euro getilgt werden. Seit 2012 wurden Schulden sukzessive abgebaut, sie beliefen sich zum Jahresende 2017 auf rund 800.000 Euro. „Die Moko ist ein kerngesunder Betrieb“, freute sich Bürgermeister Martin Benz.

Geplant sind weitere Anschlüsse in Neubaugebieten und die Abarbeitung von Nachzügler-Anträgen geplant. Der 120-Prozent-Ausbau von Netz und Technik soll weiter forciert und der Bau des neuen Rechenzentrums rasch umgesetzt werden. Einen weiteren Schwerpunkt bildet auch weiterhin die von Gemeinden und Landkreis gewünschte Hilfestellung in Sachen Planung und Bau eigener Netze und des Backbone-Netzes.