190 Einwohner hat der kleinste Ortsteil der Gemeinde Hohentengen und ist damit um vier Einwohner im vergangenen Jahr gewachsen. 32 Bürger kamen zum Bürgergespräch in das Feuerwehrhaus und nutzten die Gelegenheit rege, Fragen an den Bürgermeister zu stellen und ihre Anregungen und Wünsche vorzubringen. 

Damit Bergöschingen weiter wachsen kann, ist die Erschließungsplanung für das Baugebiet Hanfwiesen erstellt. „Hier brauchen wir noch Zeit, um die Kosten der Erschließung gegebenenfalls zu senken und die Baulandpreise verträglich zu gestalten“, informierte Martin Benz. Dank sagte er allen, die beim Bau des neuen Spielplatzes und bei seiner Eröffnung tatkräftig geholfen haben.

In Sachen Flugverkehr wollte Johanna Ensinger wissen, wie es mit der angestrebten Klage aussehe. Laut Benz fehlen noch Daten zu Lärm- und Schadstoffmessungen. Wenn sie vorlägen, sehe er gute Chancen, gegen den Flughafen vorzugehen.

Andreas Rutschmann fragte nach der Möglichkeit, Turnkurse für Kleinkinder seitens der Gemeinde anzubieten. Seitens der Gemeinde werden sie nicht angeboten, aber man werde Vereine und Volkshochschule gerne mit der Möglichkeit zur Hallennutzung und bei der Übungsleitersuche unterstützen.

Auf den Vorstoß von Carola Schilling, den Bürgersaal im Feuerwehrhaus mit einer Industriespülmaschine auszustatten und die Küche zu erneuern, gab es vom Bürgermeister gleich eine Zusage. Franz Schabet sprach die überhandnehmenden Schäden durch Wildschweine an, hier sollten die Jäger aktiv werden. Benz versprach, das Thema in die demnächst stattfindende Besprechung zu den Abschusszahlen mitzunehmen.

Alexander Stillner war zusammen mit Gerlinde Ebi vom Bürgernetzwerk in Sachen Restaurierung des Wegkreuzes am westlichen Ortseingang von Bergöschingen aktiv. 2500 Euro solle es kosten, die Hälfte würde der Grundstückseigentümer tragen, der Rest könnte durch die Gemeinde oder Spenden finanziert werden.

Im Erhalt der Kleindenkmäler sieht der Bürgermeister die Gemeinde nicht in der Pflicht, zumal sicher mehr als 50 in der Gemeinde zu finden seien. „Was von Privaten erstellt wurde, kann nicht plötzlich Allgemeingut werden“ und verwies auf das Denkmalamt, sagte aber bauliche Unterstützung und die Ausstellung von Spendenbescheinigung zu. Somit sind jetzt Spendenwillige aufgerufen, den Erhalt mitzufinanzieren. Damit das Wegkreuz nicht verfalle, sei baldiges Handeln notwendig, so Stillner.

Warum statt der neuen Messanlage nicht Radarfallen zur Geschwindigkeitskontrolle aufgestellt werden und somit auch noch Geld in die Gemeindekasse käme, wollte Helmut Rutschmann wissen. Dazu seien Gemeinden mit weniger als 15.000 Einwohnern nicht befugt, erläuterte Bürgermeister Martin Benz.

Ein herzlicher Dank ging beim Bürgergespräch in Bergöschingen an Andreas Rutschmann (Mitte) für zehnmaliges Blutspenden. Stefan Scheuble (links) vom Bereitschaftsteam des DRK Hohentengen und Bürgermeister Martin Benz überreichten die Ehrennadel in Gold, Urkunde und Weinpräsent.
Ein herzlicher Dank ging beim Bürgergespräch in Bergöschingen an Andreas Rutschmann (Mitte) für zehnmaliges Blutspenden. Stefan Scheuble (links) vom Bereitschaftsteam des DRK Hohentengen und Bürgermeister Martin Benz überreichten die Ehrennadel in Gold, Urkunde und Weinpräsent. | Bild: Sabine Gems-Thoma