Seit 50 Jahre gibt es die Blutspendetermine in Hohentengen, das nächste Mal am kommenden Dienstag, 23. Juli, von 15 bis 19.30 Uhr in der Mehrzweckhalle. 6500 Liter Blut von 12 853 Spendern kamen laut Blutspendedienst in dieser Zeit zusammen, 38 559 Menschen konnte damit geholfen und Leben gerettet werden. Da es ein besonderer Spendentermin ist, werden vom DRK-Ortsverein fünf Gutscheine des Gewerbevereins unter den Spendern verlost und für jeden Spender gibt es kleine Präsente von DRK und Blutspendedienst.

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84 Mal fanden in den 50 Jahren Blutspendetermine in Hohentengen statt. Die Termine werden von den zwölf Aktiven des DRK-Ortsvereins Hohentengen ein- oder zweimal im Jahr organisiert, unterstützt vom Jugendrotkreuz, freiwilligen Helfern und dem DRK-Küssaberg. Auf Initiative des langjährigen Bereitschaftsleiters der Ortsvereine Hohentengen und Küssaberg, Berthold Scheuble, finden die Blutspendetermine seit 1982 dreimal im Jahr in wechselnder Reihenfolge in Hohentengen und Küssaberg statt.

Erinnerung an die erste Aktion

Renate Reinhart (69), Kreisbereitschaftsleiterin und von 1969 bis 2014 Bereitschafsleiterin im Ortsverein, erinnert sich noch an die erste Blutspende am 13. März 1969. Damals hieß der Ortsverein noch DRK Rheintal, Vorsitzender war Karl Berthold senior und Bereitschaftsführer Walter Scheuble aus Lienheim.

Kreisbereitschaftsleiterin Renate Reinhart aus Hohentengen erinnert sich noch an die Anfänge der Blutspendetermine und ist bis heute unterstützend dabei.
Kreisbereitschaftsleiterin Renate Reinhart aus Hohentengen erinnert sich noch an die Anfänge der Blutspendetermine und ist bis heute unterstützend dabei. | Bild: Sabine Gems-Thoma

„Ein Bürger war erkrankt und Blut fehlte. Das Blutspenden gab es nur in größeren Orten, da wollten wir es auch machen“, erinnert sich Renate Reinhart, die ebenso wie Erika Schäuble aus Günzgen bis heute bei den Blutspendeterminen mithilft. Die anderen Mitinitianten sind inzwischen verstorben. Die Sache wurde bekannt gemacht, Spendenwillige meldeten sich und bekamen eine Einladungskarte, zu welcher Uhrzeit sie sich in der Schule in Hohentengen einfinden sollten. „Zirka hundert Bürger aus Hohentengen und Küssaberg hatten sich gemeldet.“

Schon damals gab es ein Dankeschön des DRK-Ortsvereins in Form von Naturalien: ein Wurstbrotteller, Getränke, auch ein Bier oder Wein durfte es damals noch sein. Als die Spendenbereitschaft nachließ, plädierte Renate Reinhart für ein üppigeres Dankeschön, Kartoffelsalat mit Wienerle – das kam an. Heute kann sich jeder Spender beim reichhaltigen Salat-Büffet, diesmal mit Gegrilltem, Kaffee und selbst gebackene Kuchen bedienen, was sehr geschätzt wird.

Rund 150 Spender pro Termin

Momentan kommen an die 150 Spender, es waren auch schon über 200. „Es kommen wieder viele junge Leute zur Blutspende, das ist erfreulich“, hat sie festgestellt. Werbung machen, das Essen vorbereiten, die Halle richten, das Team des angereisten Blutspendedienstes bei der Blutabnahme unterstützen und wieder alles versorgen: Bis alles getan ist, sind rund 25 Personen einen ganzen Tag im Einsatz. Gerade jetzt in der Urlaubszeit ist es wichtig, zu spenden. Und diesmal gibt es zum Jubiläum außer der Gewissheit, etwas Gutes getan zu haben, auch noch Geschenke.