Das Gästebuch eines Mädchens findet am Murgtalpfad liebevolle Wertschätzung. Ausgelegt hat es die neunjährige Leonie Volkmer aus Wittnau in der Schweiz. Ihre Großeltern leben in Herrischried und so ist Leonie regelmäßig im Hotzenwald.

So kam ihr die Idee

Als Leonies Großvater Karl-Heinz Werner, 2018 den Holzsteg im Sumpfabschnitt zwischen Schlachtersäge und Giersbach mit drei Mittstreitern reparierte und um eine schöne Sitzgelegenheit erweiterte, kam ihr die Idee, dass doch an dieser Stelle ein Gästebuch ausgelegt werden könne. Sie wollte erfahren, was die Menschen von diesem wunderschönen Platz halten. Aber wenn man etwas nicht sofort umsetzt, dann vergehen die Jahre rückblickend wie im Fluge und nichts ist geschehen. Eine Erfahrung die viele Menschen wohl teilen. Doch Leonie vergaß ihre Idee nicht. Nicht zuletzt, da sie den Platz an der Murg auch immer wieder mit ihren Großeltern besuchte.

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Anfang September war es dann soweit. Leonie hatte eine wetterfeste Box mit einem kurzen Anschreiben beklebt und ein kleines Büchlein darin verstaut. Dies platzierte sie nun an der Bank und kontrollierte bei jedem Besuch die Einträge.

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Dora Werner, Leonies Oma, zeigte sich erfreut, dass Leonie mit ihrer Idee in so kurzer Zeit so viel Rückmeldungen erhalten hatte. „Sicherlich haben wir auf eine Hand voll Einträge gehofft, aber dies hat uns dann doch überrascht.“ Und besonders nett sei, so Werner, dass die Menschen aus den unterschiedlichsten Regionen kämen und sich in ihren Einträgen bei Leonie für die nette Idee bedanken und sie persönlich anschreiben würden.

Der Murgtalpfad ist offensichtlich bekannt und beliebt, auch über die Region hinaus. Die Einträge im Gästebuch bringen es ans Licht. Die Wanderer kommen aus vielen Regionen der Republik und den angrenzenden Ländern.
Der Murgtalpfad ist offensichtlich bekannt und beliebt, auch über die Region hinaus. Die Einträge im Gästebuch bringen es ans Licht. Die Wanderer kommen aus vielen Regionen der Republik und den angrenzenden Ländern. | Bild: Peter Koch

Das sei eine tolle Erfahrung für sie. „Zwischendurch, wenn wir ohne Leonie wandern waren, mussten wir die letzten Einträge fotografieren und ihr schicken, da sie immer aktuell informiert werden wollte“, erzählt die Großmutter.

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35 Einträge konnte das kleine Büchlein am letzten Samstag aufweisen. Eine stolze Zahl für einen Zeitraum von zwei Monaten. Die Einträge stammen von einheimischen Hotzenwäldern, aber auch Schweizern, Laufenburgern, Berlinern, Recklinghausenern und Niederländern. Sie erzählen von schönen Wanderungen, Vesperpausen und Hunden die sich im Wasser vergnügen. Und sie dokumentieren die rege Nutzung des offensichtlich sehr beliebten Wanderweges.

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Das Büchlein liegt weiterhin aus und Leonie sowie ihre Großeltern würden sich über weitere nette Einträge sehr freuen.