Eine relativ große Zahl an aktiven Corona-Fällen verzeichnet das Landratsamt Waldshut derzeit in Herrischried und Todtmoos. In Herrischried (2700 Einwohner) waren es am Donnerstag 17, in Todtmoos (2000 Einwohner) 15. Dies sind fast ebenso viele wie in der Nachbarstadt Wehr (12.900 Einwohner) mit 19 Fällen. Mehr als jeder zehnte der aktuell 262 aktiven Fälle im Landkreis Waldshut entfällt auf die beiden kleinen Gemeinden.

Einen besonderen Grund für die hohen Fallzahlen in den beiden Gemeinden gibt es laut Landratsamt nicht. „Das Ausbruchsgeschehen ist überwiegend diffus. Und wie bereits in der Vergangenheit, führt dies häufig zu ungleich verteilten Fallzahlen, wobei die betroffenen Gemeinden variieren“, erklärte es auf Anfrage.

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Von Ausbrüchen betroffen seien auch zwei Pflegeheime in Herrischried. Unter den Infizierten seien vorwiegend ungeimpfte Personen unter Betreuten und Pflegepersonal, es sei aber auch zu Impfdurchbrüchen bei Betreuten gekommen. Für die Alten- und Pflegeheime im gesamten Landkreis nennt das Landratsamt fünf Fälle, wo sich Bewohner, und drei Fällen, wo sich Pflegekräfte mit dem Corona-Virus infiziert haben.

Vor mittlerweile acht Monaten waren in Herrischrieder Altenpflegeheimen die ersten Personen gegen Corona geimpft worden. Obwohl der Impfschutz mit der Zeit nachlasse, seien die Verläufe in den überwiegend durchgeimpften Heimen wesentlich milder als vor der Impfung, so das Landratsamt. Seit dem 1. September werden in den Pflegeheimen Auffrischungsimpfungen durchgeführt.