Schon der Startschuss für den Vorverkauf des 11.11. der Pflumeschlucker ist eine humorige Angelegenheit. Allen Beteiligten sitzt der Schalk im Nacken, und das blitzt bei so ziemlich jeder Bemerkung durch. In bewährter Weise übernimmt die Sparkasse den Verkauf der 528 nummerierten Platzkarten für die Narren.

Sparkassenchef Theo Binninger ist derweil nicht nur der Erste, der sich zwei Tickets sichert – bar bezahlt, aus eigener Tasche, versteht sich. Er ließ es sich bei dieser Gelegenheit auch nicht nehmen, die Vertreter des Narrenrates zum zünftigen „Z'Niine“ einzuladen, wenn sie Sitzplan und Karten in das Geldinstitut bringen. Dort gilt ab dem morgigen Donnerstag: Wer das Bühnenspektakel in den vorderen Reihen verfolgen will, sollte sich sputen. Erfahrungsgemäß bildet sich gleich zu Beginn der erste Stau beim Kartenverkauf.

Straffer Terminplan für die 44 Darsteller

Zwar keinen Stau, dafür aber einen straffen Terminplan haben die 44 Darsteller, die Texte und Einsätze bis zum „11.11.“ perfekt beherrschen sollten. Dazu werden sich in bewährter Weise Bewohner der Caritas-WG, einige Statisten sowie Musik- und Tanzgruppen gesellen und für ein unterhaltsames Programm sorgen.

Idee, sämtliche Texte und den Ablauf des Bühnenspiels verfasst in diesem Jahr Narrenrat Wolfgang Knaak. Der gibt zu, dass die Initialzündung für das Bühnenspiel auf eine kuriose Situation zurückzuführen ist. Im Wartezimmer beim Doktor hatte ihn die Muse geküsst. In seinen Gedankenspielen nahm er dem Doktor gewissermaßen die Frage aus dem Mund. „Bonndorf, wo fehlt’s dir?“ So lautet der Titel des Bühnenspiels. Das bietet viel Spielraum für jedwede Befindlichkeiten.

„Egal ob im privaten, städtischen oder politischen Bereich, man hat ja nie alles, das man sich wünscht“, erklärt der Ideengeber seine Intuition. „Bonndorf hat zwar sehr viel, aber halt nicht alles.“ Wolfgang Knaak verrät schon mal ein bisschen.

Themen, die auf den Nägeln brennen

In drei Haupt- sowie ebenso vielen Zwischenszenen spannt er einen roten Faden entlang der Themen, die momentan unter den Nägeln brennen. Da wäre zum einen die Wirtschaftsnot, womit nicht die ökonomische, sondern vielmehr die gastronomische gemeint ist. Brisanz hat der Drehbuchautor zum andern im Fachhandwerkermangel entdeckt. Zwar gibt es viele willige Arbeitskräfte, doch hapert es häufig an deren Sprach- und Fachkompetenz.

Träume von Zukunftsprojekten, die das Leben in Bonndorf verschönern könnten, runden das Bühnenspiel ab. „Lasst euch überraschen“, bremst er alsdann den aufkeimenden Wunderfitz der geselligen Vorverkaufsrunde. Länger als ein Jahr tüftelt Wolfgang Knaak an dem Bühnenspiel.

Bei Berufstätigkeit und Familie mit zwei Kindern ist es nicht immer einfach, freie Zeit für Ideenreichtum und Kreativität zu finden. „Von März bis Juni konnte ich viel schreiben, da waren meine Frau und die Kinder bei Verwandten in Indonesien“, verrät der Regisseur. „Nachdem der Rahmen und die meisten Dialoge standen, musste ich noch an der einen oder anderen Feinheit feilen, das geht auch mal am Wochenende oder abends.“

Theo Binninger zollt dem Künstler Respekt: „Ich finde, es ist eine Herausforderung, einen ganzen Abend zu gestalten, der möglichst viele Lacher produziert, ohne dass dabei jemand verletzt wird.“ Dem kann man sich nur anschließen, weiß man doch, dass die Erwartungen der Besucher beim „11.11.“ hoch sind. Wolfgang Knaak hat den Ehrgeiz, ein gutes Programm zusammenzustellen. Ein ambitioniertes Vorhaben für einen Laien, der ausnahmslos Laien auf der Bühne zusammenführt.

Kartenvorverkauf für das Bühnenspiel der Pflumeschlucker am „11.11.“ ist ab Donnerstag, 25. Oktober, um 9 Uhr in der Sparkasse zum Preis von 8 Euro. Am Freitag, 9. November, endet der Vorverkauf.