Nachdem an manchen Orten die Tests wegen der enormen Nachfrage abgesagt wurden, sei man auch selbst in Alarmstimmung gewesen, so Christoph Dennenmoser vom DRK Bad Säckingen. 2000 Schnelltests standen zur Verfügung, ganz ohne Anmeldung konnte man sich gestern Nachmittag auf Covid-19 testen lassen.

Doch der Ansturm blieb aus: Diszipliniert stellten sich die Testwilligen vor der Flößerhalle an und warteten bereits um eine Stunde vor dem offiziellen Testbeginn geduldig auf Einlass. „Um die Tests zu entzerren haben wir dann bereits um 13 Uhr angefangen“, so Dennemoser. Jeder Testkandidat bekam eine Nummer und musste ein Formular mit Kontaktdaten ausfüllen. An den sechs Teststationen wurde dann der Abstrich vorgenommen und anschließend aufbereitet. Auf Grund des milden Wetters warteten die Getesteten neben der Halle – so konnte der Mindestabstand gewährleistet und eine Ansteckung beim Testtermins vermieden werden.

Organisiert: DRK-Kreisbereitschaftsleiter Artan Krasniqi (links) und der Rotkreuzbeauftragte Christoph Dennenmoser haben die ehrenamtlichen Helfer im Blick. Die persönliche Schutzausrüstung ist selbstverständlich.
Organisiert: DRK-Kreisbereitschaftsleiter Artan Krasniqi (links) und der Rotkreuzbeauftragte Christoph Dennenmoser haben die ehrenamtlichen Helfer im Blick. Die persönliche Schutzausrüstung ist selbstverständlich. | Bild: Julia Becker

Eine Viertelstunde Geduld, dann gab es für einen Großteil grünes Licht für Weihnachten mit der Familie. Ein weniger frohes Fest erwartete die drei positiv Getesteten: Versehen mit einem Infoblatt geht es für sie erst mal in Quarantäne. „Das Team hat sehr gut gearbeitet, es war eine gute Aktion“, freut sich Dennenmoser. Die Flößerhalle sei für eine solche Veranstaltung gut geeignet: „Die Infrastruktur ist gut und wir haben Erfahrungen von Blutspendeterminen“, so Dennenmoser weiter. Eine vorsorglich eingerichtete Einbahnstraßenregelung sollte den Verkehr regeln – doch nach dem ersten Schwung kamen die Besucher in so kleinen Gruppen, dass die erwarteten Verkehrsengpässe ausblieben. „Der negative Schelltest ist aber kein Freifahrtschein“, betont Dennenmoser. Die geltenden Regeln sollten möglichst auch bei Familientreffen beachtet werden. Denn es sei möglich, dass die Corona-Infektion noch nicht nachweisbar gewesen sei oder man sich nach dem Termin anstecken könne. „Es ist nur eine Momentaufnahme, etwas Beruhigung aber keine Entwarnung“, so Dennenmoser.

Insgesamt hatte das baden-württembergische Sozialministerium 80 000 kostenlose Covid-19-Schnelltests zur Verfügung gestellt. Damit sollte Familien ein sicheres Weihnachtsfest ermöglicht werden. Die Verteilung übernahmen ehrenamtliche Helfer von DRK, Johanniter-Unfall-Hilfe (JUH), Malteser Hilfsdienst (MHD) und Arbeiter-Samariter-Bund (ASB). Auf Grund des starken Andrangs hatten mehrere Städte wie Karlsruhe, Pforzheim oder Bretten ihre Testtermine im Vorfeld bereits wieder abgesagt. In der Region ging es ruhiger zu: In Schopfheim, wo gestern Schnelltests mit Anmeldung vorgenommen wurden, registrierte das Anmeldetelefon innerhalb der ersten 40 Minuten zwar 10 000 Anrufversuche – zum Test selbst kamen heute dann aber auch nur rund 600 Personen.

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