Jetzt kommt Bewegung in das Zentrum der Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule und Werner-Kirchhofer-Realschule. Denn jetzt kann die neue Schulsporthalle offiziell genutzt werden. „Wir freuen uns“, begrüßten die beiden Schulleiter Ricarda Hellmann von der Werner-Kirchhofer-Realschule und Michael Maier von der Hans-Thoma-Gemeinschaftsschule, die anwesenden Gäste.

„Denn mit der neuen Sporthalle ist ein langgehegter Wunsch in Erfüllung gegangen“. Neben zahlreichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister, waren Schüler, Eltern, Schüler- und Elternsprecher sowie die Mitarbeiter der Stadtverwaltung und die drei Pfarrer Dekan Peter Berg von der katholischen Kirchengemeinde, Armin Strenzl von der Alt-Katholischen Kirchengemeinde und Winfried Oelschlegel von der evangelischen Kirchengemeinde. Sie haben der neuen Sporthalle den kirchlichen Segen gegeben.

Auch der frühere Stadtbaumeister Michael Rohrer war bei der Eröffnung dabei: „Dessen sichere Handschrift in der Planung und der Ausführung zu sehen ist“, so Michael Maier. Wie wichtig der Bau der neuen Sporthalle war, betonten die beiden Schulleiter noch einmal in ihrer Ansprache: „Die Hallen in Bad Säckingen boten bei weitem nicht genügend Raum um den Sportunterricht aller Schulen abzudecken“, so Ricarda Hellmann. Denn seit Jahren wachsen die Schülerzahlen. Allein die Gemeinschaftsschule und die Realschule wird aktuell von 960 Schülern besucht.

Bisher mussten die Schüler zum Sport in die Tennishalle in der Dürerstraße und in die Badmattenhalle ausweichen. „Eine Stunde Sport in der Schule ist nicht zu unterschätzen“, so Hellmann weiter. Denn die Jugendlichen von heute verbringen zu viel Zeit vor dem Computer und bewegen sich zu wenig, so die Meinung der Schulleiterin.

„Heute ist ein sehr guter Tag für den Schulsport“, freute sich Bürgermeister Alexander Guhl über die Fertigstellung der neuen Sporthalle. „Es ist in der Vergangenheit viel bewegt worden“. Alle gängigen Sportarten können jetzt jetzt und barrierefrei durchgeführt werden.

Auch die künstlerische Gestaltung an den Wänden der Schulsporthalle, die von den Schülern beider Schulen stammt, sei sehr gelungen, erklärte Guhl: „Uns war klar, dass es nicht nur um die Investitionen geht“, beschrieb er die Anfänge der Planung, „sondern es ging auch um die künftigen Kosten, eine solche Einrichtung zu erhalten“. Die Wanderungen in die anderen Sporthallen gehören der Vergangenheit an: „Denn jetzt ist die Zeit gekommen, wo die Schule ihren Sport auf dem Gelände durchführen kann“, so Guhl weiter. Das Schulzentrum habe deutlich an Attraktivität gewonnen.

Die Programmgestaltung für die Eröffnung und den anschließenden Tag der offenen Tür, übernahmen die Bläserklassen beider Schulen, sowie der Zirkus Papperlapapp und die Turner der beiden Schulen.

Das offizielle Eröffnungsprogramm ist mit den Schülern beider Schulen und dem Zirkus Papperlapapp bereichert worden.
Das offizielle Eröffnungsprogramm ist mit den Schülern beider Schulen und dem Zirkus Papperlapapp bereichert worden. | Bild: Kanele, Susanne

Die neue Schulsporthalle – ein Rückblick

  • Entscheidung zum Bau: Noch unter Bürgermeister Martin Weissbrodt wurde die Entscheidung gefällt, dass die beiden Schulen, aber auch die Bad Säckinger Vereine, eine weitere Sporthalle benötigen. Lange wurde nach dem richtigen Standort für die Halle gesucht und darüber diskutiert. Auch das Grundstück neben der Heilig Kreuz-Kirche, wo heute das Familienheim ist, war im Gespräch. Die Planer entschieden sich dann für das Schulgelände zwischen den beiden Schulen.
  • Planung zurückgestellt: Doch dann kam erst einmal das Kinderhaus und die Hallenplanung wurde zunächst auf Eis gelegt. Als 2015 dann der Spatenstich für die neue Sporthalle durchgeführt worden ist, machte die Flüchtlingssituation 2015, den Planern einen weiteren Strich durch die Rechnung und zögerte den Baubeginn hinaus. Erst 2017 wurde dann das Richtfest gefeiert. Es folgte ein weiteres Problem mit dem Sportboden, was einen weiteren, dreimonatigen Baustopp auslöste. Ab Anfang März wurde dann unter Hochdruck an der Halle gearbeitet.
  • Was die neue Halle bietet: Den Schülern, aber auch den Vereinen, stehen in dem Neubau zwei Hallen zur Verfügung. Die untere Halle kann zusätzlich mit einer mobilen Raumtrennwand in zwei kleinere Hallen abgeteilt werden. Auf 8100 Quadratmetern umbauten Raum ist eine Nutzfläche von 1220 Quadratmetern entstanden. Auf beiden Stockwerken sind sanitäre Räume und Umkleidekabinen entstanden. Es gibt Geräteräume sowie einen Santitätsraum. Die Wände im Inneren der Sporthalle, sind von den Schülern beider Schulen selbst gestaltet worden. Energetisch ist die Sporthalle auf dem neuesten Stand und auf dem Dach ist eine Photovoltaikanlage angebracht worden. Insgesamt rund 3.5 Millionen Euro hat der Neubau gekostet. (ska)