Der Klassiker unter den amtlichen Landkarten ist die Topografische Karte im Maßstab 1:25 000 (TK25). Neun Jahre lang musste man auf die Neuerscheinung des Blattes Bad Säckingen warten, jetzt ist die aktualisierte Ausgabe da. War in den vergangenen Jahrzehnten eine überarbeitete Fassung im Fünf-Jahres-Rhythmus erhältlich, so wurden für die Zeitverzögerung ursprünglich zweierlei Gründe genannt: Zum Einen die Einführung einer neuen Kartengrafik, zum Anderen das Warten auf die Fertigstellung des fortgeführten Standes des angrenzenden Schweizer Gebietes.

Orientierung ohne Smartphone

Die amtlichen Topografischen Karten sind für Einheimische und Touristen wegen ihrer Genauigkeit ein beliebtes Hilfsmittel für die Planung von Vorhaben sowie zur Orientierung im Gelände. Auch im Zeitalter von Smartphones sind Karten auf Papier noch immer vorteilhaft.

Die TK25 wird bundeseinheitlich neu bearbeitet. Im Landkreis Waldshut waren bislang nur die Blätter Wehr, Görwihl, St. Blasien und Ühlingen-Birkendorf in der neuen Aufmachung erhältlich. Nicht aber die Blätter gegenüber der Schweiz, mit Rheinfelden (Baden), Bad Säckingen, Laufenburg (Baden), Waldshut-Tiengen, Stühlingen, Klettgau, Hohentengen und Jestetten bezeichnet, denn sie beinhalten auch Schweizer Gebiet.

Älterer Stand in Schweizer Karten

Umgekehrt wird auch in den entsprechenden Schweizer Topografischen Landeskarten 1:25 000, die allerdings eine andere Blatteinteilung und einen größeren Blattschnitt haben, deutsches Gebiet dargestellt. Am westlichen Hochrhein sind das die Schweizer Blätter Rheinfelden und Laufenburg, die den Fortführungsstand von 2012 haben, sowie Bad Zurzach mit der aktuellen Berichtigung von 2017 und neuer Grafik. Der deutsche Herausgeber wollte mit dem Druck seiner Karten noch ein wenig abwarten, bis ihm auch das Nachbarland seine fortgeführten Daten geliefert hat.

Drei Viertel Schweizer Gebiet

Das Blatt Bad Säckingen ist nun die erste fertiggestellte Karte der neuen Serie entlang des Hochrheins, aufgrund des Blattschnittes gar mit drei Vierteln an Schweizer Fläche; Bad Säckingen mit seiner Umgebung dagegen nur mit einem Viertel Anteil. Doch ein Wermutstropfen ist vorhanden: Der schweizerische Landesanteil hat noch immer den Stand von 2012 und erscheint noch nicht in der neuen Grafik.

Anscheinend war das Schweizer Bundesamt für Landestopografie in Wabern bisher noch nicht in der Lage, aktuelle Daten ihres Gebietsanteils zu liefern. Und das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Baden-Württemberg (LGL) in Stuttgart, als Herausgeber der TK25, wollte wohl nicht noch länger abwarten, zumal sie ihren Karteninhalt entlang des Hochrheins schon Anfang des Jahres 2018 fertiggestellt hatte.

Farbliche Kennzeichnung

In der TK25 ist eine wirklichkeitsnahe Wiedergabe der Erdoberfläche machbar. Die Geländeformen werden idealerweise mit Höhenlinien abgebildet. Durch die neue Grafik und aufgrund der Verwendung entsprechender Farben werden Verkehrsnetz, Gewässernetz, Siedlungen mit Einzelhäusern sowie Nutzungsarten noch deutlicher und lesbarer als bisher dargestellt.

In der TK25 entsprechen vier Zentimeter einem Kilometer in der Natur. Als Blattschnitt dienen geografische Netzlinien mit zehn Minuten geografischer Länge und sechs Minuten geografischer Breite, was in der Hochrheinregion ein Kartenbild von 50 auf 44,5 Zentimeter ergibt. Als Blattbezeichnung wird neben einer vierstelligen Nummer der Name des größten darin enthaltenen Ortes verwendet.