Wer kennt sie nicht, diese Nummer: 32-16-8? Es ist Rosis Nummer aus dem Sperrbezirk. Und nicht die Schickeria hat sie gebucht, sondern rund 300 Gäste des Gloria-Theaters in Bad Säckingen am Sonntagabend. Dort gab es handgemachte Rock‘n‘Roll-Musik mit Günther Sigl und Band und dem Programm „Best Of Life“, einem Streifzug durch dessen Musikerleben. Kaum zu glauben, dass das schon rund 40 Jahre her ist.

Günther Sigl (Zweiter von links) begeisterte im Gloria-Theater mit seiner Band, bestehend aus (weiter von links) Wolfgang Götz an den Keyboards, Dieter Radig mit Percussion und Gesang, Robert Gorzawsky am Schlagzeug und Gitarrist Willi Duncan, und dem Programm „Best Of Life“.
Günther Sigl (Zweiter von links) begeisterte im Gloria-Theater mit seiner Band, bestehend aus (weiter von links) Wolfgang Götz an den Keyboards, Dieter Radig mit Percussion und Gesang, Robert Gorzawsky am Schlagzeug und Gitarrist Willi Duncan, und dem Programm „Best Of Life“. | Bild: Marion Rank

Günther Sigl, Frontmann der Spider-Murphy-Gang, begeistert auch noch mit 72 Jahren. Was vielleicht manch einer im Vorfeld bezweifelte, der glaubte, ein über 70-Jähriger habe es nicht mehr drauf. Weit gefehlt! Sigl und seine Band rissen die Besucher vom ersten Moment an mit und irgendwann tanzte das ganze Theater. Applaus im Stehen bekommen hier viele Künstler, aber dass gleich vier Zugaben erbettelt werden, die Besucher am Ende selbst weitersingen, singend durch den Saal laufen und singend den Heimweg antreten, ist nicht die Regel und zeigt die Faszination, die Sigls Musik noch immer auslöst.

Sigls-Fans feierten im Gloria-Theater ausgelassen zu Liedern wie „Zwoa Zigarettn“, geraucht auf der Schultoilette, „Mit‘n Frosch in Hois und Schwammerl in den Knien“, „Piccolöchen“, „Marlene, mach Dich locker“ „Pfüati Gott, Elisabeth“, „Wer wird denn woana“ und vor allem „Schickeria“ und „Skandal im Sperrbezirk“. Textsicher sangen die Zuhörer mit und groovten sich durch den Abend. Und als endlich die ersehnte Einladung zum Tanzen kam, hielt es niemanden mehr auf seinem Sitz. Kein Platz zwischen den Stuhlreihen? Ach was! Im ganzen Theater wurde getwistet, was es das Zeug hielt, die Stimmung stieg von Minute zu Minute.

Der gebürtige Schotte und Gitarrist Willi Duncan ist nicht nur Mitglied von Günther Sigl und Band, sondern auch langjähriges Mitglied der Spider-Murphy-Gang. Duncan begeisterte immer wieder mit seinen Gitarren-Soli, unter anderem mit einer Hawaii-Gitarre.
Der gebürtige Schotte und Gitarrist Willi Duncan ist nicht nur Mitglied von Günther Sigl und Band, sondern auch langjähriges Mitglied der Spider-Murphy-Gang. Duncan begeisterte immer wieder mit seinen Gitarren-Soli, unter anderem mit einer Hawaii-Gitarre. | Bild: Marion Rank

Doch nicht nur Günther Sigl selbst begeisterte, sondern auch seine Bandmitglieder, allen voran der gebürtige Schotte und Gitarrist Willi Duncan, auch Mitglied der Spider-Murphy-Gang. Duncan begeisterte immer wieder mit seinen Gitarrensoli, unter anderem mit einer Hawaii-Gitarre. Alle Mitglieder der Band sind Vollblutmusiker, spielen mehrere Instrumente und singen. Auch Wolfgang Götz an den Keyboards begeisterte.

Die Band

Zur Band gehören zudem Robert Gorzawsky (Schlagzeug) sowie Dieter Radig (Percussion und Gesang). Letzterer musste, wie Sigl erklärte, 24 Seiten auswendig lernen, für ein Duett mit Sigl über „Waschmaschine Fifi“. Nicht nur für diesen amüsanten Auftritt gab es großen Applaus. Das begeisterte Publikum erklatschte sich Zugabe um Zugabe, darunter ein Medley und „Die Glory Days of Rock‘n‘Roll“.

Nach der vierten Zugabe war zum Bedauern aller ein langer und schöner Abend beendet und die Zuschauer zogen singend von dannen. Es gab wohl keinen, der nicht gut gelaunt nach Hause ging. Und vielleicht hat der eine oder andere zu Hause mal wieder die alten Platten von damals hervorgekramt.