Die Stadt Bad Säckingen hat große Ziele. Gemeinderat und Rathaus haben sich bei einer Klausurtagung im vergangenen Jahr auf vier große Hauptaufgaben verständigt. Bei der Gemeinderatssitzung diese Woche stellte Stadtkämmerin Bettina Huber diese Ziele, die erforderlichen Maßnahmen und den bisherigen Sachstand vor. Im Einzelnen geht es um den Gesundheitsstandort, um Bildung, Stadtentwicklung und Umwelt.

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Stärkung des Gesundheitsstandortes Bad Säckingen: Um dieses Ziel zu erreichen, möchte die Stadt den Gesundheitscampus aufbauen. Die Stadt beteiligt sich an dem Projekt zwar mit 25.000 Euro und eine Förderung durch das Land ist bereits zugesagt, dennoch fehlen weiterhin Investoren, allerdings liegen Finanzierungszusagen der Banken mündlich vor. Immerhin soll der Bau des viergruppig geplanten Kindergartens am Campus im Februar beginnen.
 

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Bildungs- und Erziehungskonzept zur Steigerung der Familienfreundlichkeit: Auch im Bereich Kinderbetreuung hat sich die Stadt Ziele gesetzt. Um der Raumnot in der Gemeinschaftsschule entgegenzuwirken, sollen die bisherigen Container, durch einen Neubau ersetzt werden. Geplant ist der Neubau für 2021.
 

Wegen des unerwarteten Anstiegs der Schülerzahlen müssen seit dem Schuljahr 2016/17 mehrere Klassen am Schulzentrum in der Zähringerstraße in Containern unterrichtet werden.
Wegen des unerwarteten Anstiegs der Schülerzahlen müssen seit dem Schuljahr 2016/17 mehrere Klassen am Schulzentrum in der Zähringerstraße in Containern unterrichtet werden. | Bild: Lichetzki, Jessica

Dennoch ist sich der Gemeinderat sicher, dass auch in der Realschule und in den Grundschulen Platz fehlt. Das Schulamt und der Regierungsbezirk sehen dies anders. Das Schulamt glaubt die Knappheit in den Grundschulen durch eine Umstrukturierung der Schulbezirke lösen zu können, so Guhl. Dennoch ist sich die Stadt sicher, dass aufgrund der gestiegenen Anzahl an Kindergartenplätzen künftig auch der Bedarf an Grundschulplätzen zunehmen wird.
 

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Auch für die Raumnot in der Realschule gab es einen Vorschlag von Gemeinderat Clemens Pfeiffer, CDU: „Die Schüler könnten die Fachräume des Gymnasiums mitbenutzen.“ Denn während die Zahl der Realschüler in den letzten Jahren gestiegen ist, ist die der Gymnasiasten gesunken. Ob der Vorschlag realisiert werden kann, will Guhl mit der Schulleitung des Gymnasiums klären.

Nachhaltiges Stadtentwicklungskonzept: In Sachen Nachhaltigkeit hat es sich die Stadt zum Ziel gesetzt, den veralteten Grünordnungsplan zu überarbeiten. Außerdem will sie Bürger und Vereine, die sich für die Begrünung der Stadt einsetzten wollen, unterstützen. Einen eigenen Grünplaner will die Stadt allerdings nicht beschäftigen. Auch gegen Schottergärten will die Stadt künftig vorgehen.

Förderung der Personalentwicklung: „Der Fachkräftemangel ist inzwischen am Hochrhein angekommen“, sagte Bürgermeister Guhl in der jüngsten Gemeinderatssitzung. Und das stellt ein Problem dar, denn bei der Stadtverwaltung werde es immer schwieriger, offene Stellen neu zu besetzen. Der Grund: In der Schweiz hätten viele bessere Verdienstmöglichkeiten. Um dem entgegenzuwirken, würden bereits bei Bewerbungsgesprächen Optionen, wie Home-Office oder Teilzeit angesprochen.