Seit 1. Januar 2018 ist der AVA, der Abwasserzweckverband Vorderes Albtal, Eigentümer und Betreiber der Kläranlage der ehemaligen Papierfabrik Albbruck. In der jüngsten Verbandsversammlung, die im Albbrucker Rathaus stattfand, nahmen die Verbandsmitglieder die Betriebskosten zur Kenntnis, die von der bisherigen Eigentümerin, der RWV, für das Jahr 2017 in Rechnung gestellt wurden.

Weniger Betriebskosten als angesetzt

Aufgrund von Nachverhandlungen, so teilte der Verbandsvorsitzende, der Albbrucker Bürgermeister Stefan Kaiser mit, wurde erreicht, dass die Betriebskosten auf 701 787 Euro festgesetzt wurden, 28 715 Euro weniger, als ursprünglich angesetzt waren. „Das stand in Zusammenhang mit zu viel erhobenen Personalkosten für den zweiten Klärwärter, der nicht voll beschäftigt war“, erklärte Verbandsrechner Josef Knobel. Andrerseits waren, gegenüber dem Betriebsjahr 2016, Mehraufwendungen in Höhe von fast 30 000 Euro zu verzeichnen, die bei den Stromkosten, der Klärschlammentsorgung und der Instandhaltung der Anlagen anfielen.

Anpassung der Aufwandsentschädigung

In dem Betrag der Betriebskosten ist auch die Abwasserabgabe 2017 in Höhe von 62 479 Euro enthalten, die an das Landratsamt zu entrichten ist. Des Weiteren stimmte die Versammlung einer Anpassung der Aufwandsentschädigung für den Verbandsvorsitzenden über monatlich 600 Euro und der Einführung eines Sitzungsgeldes in Höhe von 40 Euro für die anwesenden Mitglieder zu. In den Jahren zuvor, als der Abwasserzweckverband die Kläranlage der Papierfabrik mitnutzen konnte, habe sich der Verwaltungsaufwand in Grenzen gehalten, so Stefan Kaiser. Das sei jetzt mit der Übernahme des Klärwerks anders geworden.

Umbau für 7,2 Millionen Euro steht bevor

Hinzu käme der bevorstehende Umbau der Anlage, der auf 7,2 Millionen veranschlagt ist und einen erheblichen Mehraufwand zur Folge haben werde. Im Rahmen der Umstellung auf das Neue Kommunale Haushaltsrecht beschloss die Versammlung die Bildung von drei Teilhaushalten: Innere Verwaltung, Externe Produkte und Allgemeinde Finanzwirtschaft. „Damit“, so Stefan Kaiser, „wir den Haushalt für das kommende Jahr aufbauen können“. Außerdem wurde die Wertgrenze für einzeln darzustellende Investitionen auf 20 000 Euro festgesetzt, um die Verwaltung zu entlasten und eine bessere Übersichtlichkeit im Haushaltsplan zu gewährleisten.