Blumberg/Stadtteile – Schade. Nachdem die Schulen in Blumberg seit Montag dieser Woche dank der Schnelltests wieder öffnen konnten, wird das Rad zurückgedreht. Ab Montag ist wieder nur Fernunterricht möglich da das neue Infektionsschutzgesetz als Obergrenze einen Inzidenzwert von 165 vorschreibt, deutlich geringer als der noch Anfang der Woche geltende Wert von 200. Im Landkreis lag er gestern bei 193,4.

„Es war alles organisiert“

  • Realschule: Schulleiter Sven Dorn bedauert die Entwicklung. „Es war alles organisiert und vorbereitet. Wir waren voller Vorfreude, die Schülerinnen und Schüler im Wechselmodell endlich wieder in der Schule begrüßen zu dürfen.“ Die Realschule war am Montag bei den Klassenstufen 7 bis 9 jeweils mit der Hälfte in den Präsenzunterricht sowie Übertragung per Livekonferenz gestartet. Die Klassen 5 bis 6 waren noch im Homeschooling, die Klassenstufe 10 war in einem Mix aus Homeschooling und Prüfungen.

Genügend Tests vorhanden

  • Gut sei die Sache mit den Schnelltests gelaufen, so der Rektor, sie seien in ausreichender Zahl vorhanden gewesen. Die Durchführung der Schülerselbsttests sei ohne Komplikationen verlaufen. Nächste Woche werde es nur Fernunterricht geben. „Wir bilden nun aber den gesamten Stundenplan mit Videokonferenzen ab. Eine Notbetreuung wird angeboten. Die Schüler dir daran teilnehmen wollen, müssen sich zweimal die Woche unter Aufsicht der Lehrkraft selbst testen.“
Den Schnelltest nahmen die Schüler nach Anleitung selbst vor. Hier ein Bild aus der Werkrealschule von Montag. Bild: Konstantin Konegen
Den Schnelltest nahmen die Schüler nach Anleitung selbst vor. Hier ein Bild aus der Werkrealschule von Montag. Bild: Konstantin Konegen | Bild: Konstantin Konegen
  • Grund- und Werkrealschule Eichberg: „Wir haben schon damit gerechnet, dass dies kommt, weil die Zahlen stiegen“, schildert Felix Taubenmann vom Schulleitungsteam, nachdem der Grenzwert plötzlich wieder geändert worden sei. Erschwerend zur Planung komme hinzu, dass die Entscheidung wieder an einem Freitag gefallen sei und die neue Regelung schon ab Montag gelte, so dass die Schulleitungen wieder kurzfristig die Planungen für die Änderung erstellen müssten. Die Tests für die Grundschüler hätten durchgehend die Eltern oder Erziehungsberechtigen vorgenommen. „Es hat überwiegend funktioniert, einzelne Probleme konnten direkt vor Ort geklärt werden“, schildert Felix Taubenmann.
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In der Werkrealschule erfolgten die Tests vor Ort durch die Schüler selbst, auch dies habe reibungslos funktioniert. „Die Schüler waren darauf vorbereitet, sie wussten Bescheid, und sie haben sich auf die Situation eingelassen“, so Taubenmann. „Bei den Test waren wir jederzeit ausreichend versorgt, Tests wurden nach und nach geliefert.“

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Ab nächster Woche erfolgt wieder Fernunterricht. In der Grundschule durch Materialpakete und freiwillige Videostunden. In der Werkrealschule erhalten die Schüler einen Wochenplan und verpflichtenden Video-Unterricht. Wie ist der Blick nach vorne: „Bis Sommer werden wir wahrscheinlich flexibel bleiben müssen. Wir hoffen, dass wir dann zumindest das neue Schuljahr regulär starten können.“

„Die Kinder waren schwer enttäuscht. Es ist schon bitter, dass wir trotz Tests und aller Vorkehrungen wieder geschlossen haben“ sagt Timo Link, Rektor der Weiherdammschule. Archivbild: Bernhard Lutz
„Die Kinder waren schwer enttäuscht. Es ist schon bitter, dass wir trotz Tests und aller Vorkehrungen wieder geschlossen haben“ sagt Timo Link, Rektor der Weiherdammschule. Archivbild: Bernhard Lutz | Bild: Lutz, Bernhard
  • Weiherdammschule: Die Stimmung ist gedrückt: „Die Kinder waren schwer enttäuscht. Es ist schon bitter, dass wir trotz Tests und aller Vorkehrungen wieder geschlossen haben. Das wäre die Chance gewesen, sicher zu starten“, so Rektor Timo Link. Er merke bei den Kindern, den Eltern und in der eigenen Familie, das Maß sei voll. „Wir kommen alle an unsere Grenzen.“ Die Schnelltests, die mit den Schülern aller Klassen von 1 bis 9 an der Schule gemacht wurden, hätten geklappt, „alle waren negativ“, berichtet der Rektor. Die Kinder hätten das gut gemacht, man merke, dass sie damit zunehmend zurecht kämen.
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Grundschule Riedböhringen

  • Die Woche mit den Schnelltests lief reibungslos, teilte Rektorin Simone Schelling mit. „Alle Kinder wurden zu Hause getestet und hatten ihre Bescheinigung dabei. Nächste Woche findet nun leider kein Wechselunterricht statt. Somit werden wir wie bisher für angemeldete Kinder eine Notbetreuung anbieten.“ An manchen Tagen seien dies bis zu 18 Kinder. „Es kommen immer mehr Kinder dazu. Deshalb werden unsere bestehenden Pläne wieder der aktuellen Situation angepasst.“

Grundschule Riedöschingen

  • „Nachdem bereits heute Morgen die Info von der Stadt kam, dass die Schulen ab Montag wieder komplett schließen, haben wir die Eltern informiert. Die Klassen eins und vier haben heute das Material für nächste Woche mitbekommen. Die Klassen 2 und 3 werden noch ihr Lernpaket erhalten. Eine Notbetreuung wird wieder angeboten“, erklärte Schulleiterin Angelika Sitte.