Blumberg – Mit Optimismus startet die Blumberger FDP in den Kommunalwahlkampf. Das wurde in einem Redaktionsgespräch mit dem SÜDKURIER deutlich, an dem neben Stadtrat Werner Waimer und den Kandidaten Ulrike Mogel-Link aus Achdorf-Eschach sowie Detlev Dillmann aus Riedböhringen auch der Ortsverbandsvorsitzende Patrick Leismann teilnahmen und das Wahlprogramm vorstellten.

Kandidatenworkshop

Sie hätten einen Kandidatenworkshop in Achdorf organisiert und dort gemeinsam das Programm erarbeitet, sagte Patrick Leismann. Das Ziel sei die Fraktionsstärke, sprich drei Sitze im Gemeinderat zu erhalten, wobei Detlev Dillmann aus Riedböhringen bereits mit einer Stimme gewählt ist, da für die zwei Sitze Riedböhringens im Blumberger Gemeinderat nur zwei Kandidaten antreten, Stadtrat Bodo Schreiber für die Freie Liste und Detlev Dillmann für die FDP.

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Bei der Kommunalwahl 2014 hatten die Liberalen die Fraktionsstärke nicht erreicht, Werner Waimer schaffte als einziger Kandidat den Einzug in den Gemeinderat. Waimer hatte sich danach der SPD-Fraktion angeschlossen.

Bei Kommunalwahl 2014 nur ein Sitz

Stadtrat Werner Waimer gehört zu den erfahreneren Mitgliedern im Gemeinderat, beruflich ist er bereits im Ruhestand. Zwei Dinge hätten ihn bewogen, noch einmal zu kandidieren, sagt er. Wenn man zehn Jahre im Parlament war, überlege man, trete man noch einmal an oder verzichte man darauf. Werner Waimer wollte nur antreten, „wenn wir eine ansprechende eigene Liste haben.“

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Und er ergänzt: „Ich bin fest überzeugt, dass wir das Mindestziel von drei Sitzen erreichen werden und damit die Fraktionsstärke.“ Waimer ist überzeugt, „dass wir Kandidaten haben, die nicht nur ein gutes Ergebnis wollen sondern sich auch politisch einbringen wollen“.

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Ulrike Mogel-Link und Detlev Dillmann bekräftigen dies. Ulrike Mogel-Link ist schon im Ortschaftsrat Achdorf, sie will, dass auch die kleineren Ortschaften im Gemeinderat vertreten sind. Detlev Dillmann ist motiviert, die Interessen von Riedböhringen zu vertreten, er kandidiert auch für den Ortschaftsrat. Als eine Aufgabe für ihn sieht er die Drogenproblematik. Dillmann kommt aus der Suchttherapie, er hat lange Zeit in einer therapeutischen Einrichtung gearbeitet, in der das Motto „Therapie statt Strafe“ hieß. Das will er in Zusammenarbeit mit dem Streetworker angehen. Sein nächstes Anliegen betrifft seinen Stadtteil, die Mehrzweckhalle in Riedböhringen.

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Das Pogramm der Blumberger FDP für die Kommunalwahl enthält vier Schwerpunkte: Bildung, Digitalisierung, Verkehr, Erhöhung der Lebensqualität.

Bei der Bildung nennt Waimer folgende Marschrichtung: „Wir haben den Schulcampus auf dem Weg, wird haben den Sonderausschuss Schulcampus installiert, um schneller voranzukommen, die Planer sind beauftragt, nun bleibt abzuwarten, ob die Beschlüsse des Gemeinderats, Abriss der Eichberg- und der Weiherdammschule, von den Behörden mitgetragen werden.“

Büro mit Erfahrung im Schulbau

Er sei froh, dass sie mit dem Architektenbüro aus Freiburg ein Büro hätten, das Erfahrung im Schulbau habe. Patrick Leismann ergänzt, das sei auch die Vorstellung der Kandidaten, den Bereich Schule an einem Standort zu konzentrieren. Wir haben mehrere Kandidaten mit Kindern im Schulalter. Und dort sollten auch Sportanlagen sein. Waimer: Wir haben da oben die Sporthalle. Für mich gehört das Werner-Gerber-Sportzentrum zum Thema Schulcampus dazu. Und wir haben die Eichbergsporthalle. Und das Soziale. Der Tenor im Workshop, so Leismann, war, dass man nicht einfach einen Schulcampus baue, sondern dass dort ein Lebens- und Begegnungsort entstehe, an dem auch Kleinbetreuung stattfinde, dass die Leute auch eine Mensa erhalten.

Digitalisierung wichtig

Die Digitalisierung sieht Werner Waimer als beruflich technisch Vorbelasteter so: „Die Industrie 4.0 braucht die Stadt 4.0.“ Die Digitalisierung sei eine Grundvoraussetzung, wenn eine Stadt vorwärts kommen wolle. Beim schnellen Internet sei Blumberg bereits gut aufgestellt. Künftig brauche man aber 5G als Standard. „Wir haben einen Automatisierungsbetrieb neben der Kirche, das sich auf Roboter spezialisiert“, und in Immendingen sei die Daimler-Teststrecke für autonomes Fahren.

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Das Thema 5G sei noch nicht überall angekommen. 5 G heiße 5. Generation vom Netz. Die Schweiz will bis Ende des Jahres 90 Prozent des 5G-Netzes fertig haben. Die Verantwortlichen in der Schweiz sagten, man brauche viel mehr Sendemasten, den Leuten müsse man die Angst nehmen.

Schnellbus Blumberg-Donaueschingen

Verkehr: Die FDP sieht das Nahverkehrskonzept des Schwarzwald-Baar-Kreises als gute Grundlage und setzt sich für den geplanten Schnellbus zwischen Blumberg-Zollhaus und Donaueschingen ein. Nun müssen im zweiten Schritt die Taktungen in der Praxis funktionieren, und dass wir „die Kernstadt und die Teilorte an den Busbahnhof Blumberg-Zollhaus anbinden“. Die Kandidaten wollen den Öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) besser machen.

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„Wir wollen, dass jeder Blumberger, auch aus den Teilorten, jedes Kreisgymnasium und jede Kreisberufsschule in einer Stunde erreichen kann.“ Bisher seien es zum Teil sogar mehr als 100 Minuten. Am Herzen liegt den Liberalen der Ausbau der B 27. Nachdem die Umfahrung Randen in „trockenen Tüchern“ sei, zeigt Werner Waimer sich auch zuversichtlich, dass sich auch für die Umfahrung Zollhaus eine Lösung finden werde. Und: Wir brauchen ein Verkehrskonzept für Blumberg. „Als Erschließungsstraße haben wir nur die Stadtdurchfahrt.“ Man müsse ein Fachbüro beauftragen, um festzustellen, wo sich die Schwerpunkte befinden werden.

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Beim Thema Erhöhung der Lebensqualität sieht Detlev Dillmann zunächst Kinder und Jugendliche: „Man muss früh anfangen, Begegnungsorte für alle Generationen zu schaffen, um das Leben in der Stadt zu fördern.“ Dazu gehört für ihn auch die Intensivierung der Drogenprävention, um vor allem junge Menschen zu stärken und dagegen zu wappnen.

Bezahlbare Wohnungen

Ein weiteres Anliegen ist das Schaffen von mehr bezahlbaren Wohnungen, sagt Werner Waimer. Wir haben einen Neubau mit 32 Wohnungen in der Kernstadt beschlossen, das sei aber zu wenig, um den Bedarf zu decken. Ein erster Ansatz wäre für ihn eine Bauleitplanung. Man müsse sich auch einmal Gedanken machen,“ ob wir eine eigene Wohnbaugesellschaft gründen. Dies sei auch eng mit Arbeitsplätzen verbunden. Waimer betont: Für mich ist Blumberg eine attraktive und liebenswerte Stadt.

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