Christian Werle, Sprecher der Bundespolizeiinspektion Konstanz, erklärt: „Wir beobachten, dass das Reiseaufkommen stark abgenommen hat im Vergleich zu Dienstag.“ Am Vortag hatten sich auf dem Weg von Deutschland Richtung Schweiz noch Autos und LKW bis weit ins Stadtgebiet von Konstanz aneinandergereiht.

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Bild: Lukas Ondreka

Bürger sind nach wie vor verunsichert: Wann darf man rüber, wann nicht?

Laut Werle habe es auch am Mittwochmorgen durch den Warenverkehr Staus auf der Europastraße gegeben. Diese seien aber nicht sehr viel stärker gewesen, als es auch zu weniger außergewöhnlichen Zeiten vorkomme. Gleichzeitig nimmt auch die Bundespolizei Konstanz eine große Verunsicherung seitens der Bürger wahr. „Wir erhalten sehr viele Anfragen“, sagt der Polizeisprecher. Es gehe dabei um sehr individuelle Frage beim persönlichen Umgang mit der geschlossenen Grenze.

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Ein Beispiel von vielen: Was, wenn ich in Konstanz wohne, mein Pferd aber in einem Schweizer Stall untergebracht ist? Die Bundespolizei hat inzwischen ein Musterformular für eine Pendlerbescheinigung erstellt, dass Online verfügbar ist. Auf diese Homepage sind auch Antworten auf häufig gestellte Fragen gelistet (FAQ). Für neuerliche Unsicherheit bei Grenzgängern sorgt eine ähnliche Pendlerbescheinigung, die das Land Baden-Württemberg zur Verfügung stellt.

Gilt dies denn auch beim Grenzübertritt?

Christian Werle: „Es werden beide Dokumente anerkannt und auch weiterhin andere Nachweise.“ Unter anderem lässt sich auch mit einer Kopie des Arbeitsvertrags belegen, dass man im einen Land lebt aber im anderen arbeitet.

Welche Grenzübergänge sind denn aktuell geöffnet?

Laut Bundespolizeisprecher Werle bleibt es zunächst auch bei der seit Mittwoch geltenden Regelung an der Grenze. Das heißt: Die Übertritte an der Europastraße (Autobahnzoll Konstanz-Kreuzlingen) und Emmishofer Tor sind geöffnet, alle weiteren Übergänge sind nicht passierbar. „Es ist nicht angedacht, daran etwas zu ändern – auszuschließen ist es aber auch nicht“, sagt Christian Werle einschränkend.

Letztlich gelten all diese Bestimmungen jeweils nur für die deutsche Seite. Die Bundespolizei und ihre Schweizer Kollegen befinden sich laut Werle „weiterhin im engen Austausch“. So soll gewährleistet werden, dass das Vorgehen beiderseits der Grenze weiterhin abgestimmt ist.

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