Aus der Not eine Tugend machte das Kulturamt am Freitagabend mit dem ersten von insgesamt fünf Klappstuhlkonzerten im Ludingarten. Entspannte Parkatmosphäre mit souliger Musik lockten mit 99 Zuschauern das Maximum an möglichen Gästen an.

Gartenstühle und Liegen in allen Variationen, Picknickdecken und Kühltaschen hatten die Zuschauer dabei – und natürlich den obligatorischen Mund-Nase-Schutz. Die Zuschauer waren bestens vorbereitet, die Stimmung entspannt.

Mit Herzblut: Die Musiker Nicole Kropf, Wolfgang Büche, Vadim Fedorov und Markus Max Reif freuten sich sehr, nach drei Monaten wieder vor Publikum zu spielen. BILD: JULIA BECKER
Mit Herzblut: Die Musiker Nicole Kropf, Wolfgang Büche, Vadim Fedorov und Markus Max Reif freuten sich sehr, nach drei Monaten wieder vor Publikum zu spielen. BILD: JULIA BECKER | Bild: Julia Becker

Dass die Platzanweiser trotzdem mit Besenstielen ausgerüstet waren, hatte darum keine disziplinierende Gründe: Jeder Gast wurde einzeln zum gewünschten Platz geführt, mit dem Stock wurde die Einhaltung des Abstands zum Nachbarn sichergestellt. Eine kleine Markierung am Boden und schon konnte sich bequem niedergelassen werden.

„Die Leute sind sehr diszipliniert“, freute sich Fatima Zobeidi-Weber an der Kartenkontrolle. Die Vorgaben taten der Freude, wieder Musik live genießen zu können, offenbar keinen Abbruch. Denn Corona spielte an diesem Abend nur eine Nebenrolle, die Bühne gehörte ganz den Musikern von Akonima – allerdings in anderer Formation.

Die Sängerin Nicole Kropf als „Musicole“ wurde von Wolfgang Büche begleitet. Beide sind auch langjährige Mitglieder des Wehrer Rock- und Poporchester. Der musikalische Schwerpunkt lag an diesem Abend aber auf Soul und Blues. Klassiker und beliebte neue Songs wie „Fly me to the moon“ von Frank Sinatra, „Lieblingsmensch“ von Namika und Tina Turners „Rolling on a river“ sorgten für romantische Stimmung auf den Picknickdecken.

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Xam & The Walking Shoes sind ebenfalls trotz ein Begriff für alle Musikfreude in der Region. An diesem Abend wurden Vadim Fedorov (Akkordeon), Wolfgang Büche und Markus „Max“ Reif (beide Gitarre) von Nicole Kropf unterstützt (Tamburin, Gesang). Mit mehrheitlich instrumentalen Stücken ging es in eine deutlich jazzigere Richtung, vom melancholischen Tango bis hin zu Sam Browns schwungvollem „Stop“.

Und auch der Überraschungsgast der Offenen Bühne, Eric Brombacher, musiziert mit dem Akonima-Orchester. Der kanadische Singer/Songwriter lebt in Lauchringen und Toronto. Mit Akonima singt Brombacher und spielt die E-Gitarre, in Toronto wartet seine Band Eric & The Soo. „Ich hatte mir schon eine Karte für den Abend gekauft als ich von Max von der Open Stage erfahren habe“, so Brombacher. Drei nachdenkliche Lieder aus eigener Feder hatte Brombacher dabei – alle neugewonnenen Fans finden seine Stücke auch online.

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Neben reichlich Applaus für alle Musiker gab es auch Lob für das Kulturamt und seinen Chef Frank Johannes Wölfl: „Wir freuen uns sehr, nach drei Monaten endlich wieder auftreten zu können. Vielen Dank an Frank Wölfl für die tolle Organisation“, so Nicole Kropf zum Abschluss.