Mit 350 Schülern startete die Wehrer Gemeinschaftsschule (GMS) diese Woche ins neue Schuljahr. Hiermit sind die Schülerzahlen zum Vorjahr nur leicht rückläufig. Eingeschult wurden am Montagnachmittag außerdem 42 neue Fünftklässler. Damit werden die Schüler der voraussichtlich letzte Jahrgang sein, der die Gemeinschaftsschule beginnt. Ab dem Schuljahr 2019/20 soll die Schule wieder zu einer Realschule werden, die jedoch an die derzeitigen Anforderungen angepasst wird.

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Schulamtsdirektor Hans-Joachim Friedemann betont, dass es zum kommenden Umbruch der Schule keinerlei Aufregung gebe. "Die Gemeinschaftsschule Wehr gehört definitiv nicht zu der Schule mit der angespanntesten Situation. Die Lage in Bad Säckingen ist viel schlimmer", so Friedemann. Trotz der geplanten Umwandlung der Gemeinschaftsschule in eine Realschule des neuen Typs, befindet sich die Schule mit 36 Lehrkräften in keiner mangelhaften Position.

Alle Klassen sind zweizügig

Im Rahmen der Gesamtversorgung habe es laut Friedemann Zu- und Abgänge gegeben, die jedoch nicht signifikant abweichend zu den Vorjahren sind. Zusätzlich verfügt die Gemeinschaftsschule über Nebenerwerbslehrer, die das vorhandene Lehrerpersonal unterstützen. "Im Bereich der Lehrkräfte ist alles abgedeckt", erklärt der Schulamtsleiter. Mit 350 Schülern und 42 neuen Fünftklässlern sind die Klassen durchgehend zweizügig.

Noch keine Entscheidung des Kultusministeriums

Der Antrag der Stadt Wehr vom April auf Umwandlung der Gemeinschaftsschule zu einer Realschule wurde vom Kultusministerium noch nicht entschieden. Dennoch soll diesen Herbst eine Stelle für einen Realschulrektor ausgeschrieben werden. Laut Hans-Joachim Friedemann sei der Wechsel der Schulleitung nicht optimal verlaufen, da es Schwierigkeiten gab, sich auf das Gesamtschulkonzept einzulassen. Bisher wird die Schule von einem Team um Lehrerin Petra Thiesen geleitet. "Die Kollegen haben untereinander über die besonderen Erfahrungen gesprochen und werden diese künftig auch in eine neue Schulart mitnehmen", erklärt der Schulamtsleiter.

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Die Realschule des neuen Typs soll ebenso wie die Gemeinschaftsschule personalisiertes Lernen ermöglichen. Somit bleibt der Grundgedanke der individuellen Förderung bestehen. Die schulischen Angebote sollen demnach differenziert erstellt und zur Weiterentwicklung genutzt werden. Damit soll die Realschule an die heutigen Entwicklungen und Bedingungen der Schüler angepasst werden.

Künftig auch Hauptschulabschluss möglich

Es wird außerdem künftig möglich sein, auch den Hauptschulabschluss an der Realschule zu absolvieren. Die Lehrkräfte, die sich in einem horizontalen Laufbahnwechsel befinden, sollen fachlich weiterhin qualifiziert werden, um den Anforderungen des Unterrichts gerecht zu werden. "Wir befinden uns vor entscheidenden Entwicklungsaufgaben und die ganze Mannschaft steht hinter den kommenden Veränderungen", versichert Friedemann.

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Während die zehnte Klasse als letzter Jahrgang der Walther-von-Klingen Realschule ihren Abschluss macht, bleibt die Situation der aktuellen Fünftklässler ungeklärt. Da die Entscheidung über die künftige Schulform noch aussteht, werden laut dem aktuellen Stand bis 2023/24 beide Schulformen an der Gemeinschaftsschule unterrichtet.