Die aktuelle Hitzeperiode setzt auch den Fischen in den Flüssen am Hochrhein zu. An der Wutach bei Tiengen wurde jetzt eine Fischgarage fertiggestellt, die einen Unterschlupf für Fische und Kleinlebewesen bieten soll. Durch diese Maßnahme erhofft sich das Regierungspräsidium Freiburg bessere Lebensbedingungen für die Flussbewohner.

Was ist eine Fischgarage?

Die Fischgarage soll den Tieren eine geschützte und beschattete
Unterschlupfmöglichkeit bieten und so das bisher eher triste Flussbett aufwerten. Sie ist ein Pilotprojekt, das die Wutach ökologisch aufwerten soll.

Weitere naturnahe Eingriffe zwischen der Tiengener Holzbrücke und dem Einlauf des Hett-Kanals sollen noch folgen, heißt es in einer Pressemitteilung des Regierungspräsidiums (RP). Gebaut hat den Unterschlupf für Fische und Kleinlebewesen der Gewässerbetriebshof Lauchringen des RP.

Wo liegt die Fischgarage?

Der Standort des Fischunterstandes sei so gewählt worden, dass dieser im Anströmbereich des Hett-Kanals liegt. Dadurch werde eine dauerhafte Durchströmung mit Frischwasser gewährleistet, heißt es in einer Pressemitteilung des RP.

Wie ist die Fischgarage aufgebaut?

Durch die „platzsparende Betonkonstruktion mit Stahlabdeckung“ werde laut RP auch der Hochwasserschutz für die Stadt Waldshut-Tiengen gewährleistet. Darüber hinaus wurden Weidenfaschinen in die Fischgarage eingebaut.

Gibt es weitere solcher Maßnahmen?

Der Klettgauer Angelsportverein Tiengen habe dem RP neben der Fischgarage noch weitere Vorschläge zur Verbesserung der ökologischen Qualität auf rund einem halben Kilometer Flusslänge unterbreitet, heißt es in der Mitteilung weiter.

So werden in den kommenden Wochen insbesondere strömungslenkende Elemente aus Steinen, Baumstämmen, Weidenfaschinen und Wurzelstöcken zwischen Tiengener Holzbrücke und dem Einlauf des Hett-Kanals eingebaut.

Der Gewässerbetriebshof Lauchringen des Regierungspräsidiums Freiburg hat an der Wutach eine Fischgarage gebaut.
Der Gewässerbetriebshof Lauchringen des Regierungspräsidiums Freiburg hat an der Wutach eine Fischgarage gebaut. | Bild: Regierungspräsidium Freiburg

„Diese sogenannten Instream-River-Maßnahmen sollen im Gewässerbett für eigendynamische Entwicklungen sorgen, ohne die Hochwassersicherheit des Gewässerbettes maßgeblich zu verschlechtern“, schreibt das RP. Dadurch soll ein
Niedrigwassergerinne und neue wertvolle Lebensräume entstehen.

Wie geht es jetzt weiter?

Der Angelsportverein wird das neugestaltete Flussbett beobachten, um zukünftige Entwicklungen festhalten und dokumentieren zu
können. Auch weitere Flussstrecken im Landkreis Waldshut will das RP zukünftig aktiv ökologisch verbessern.

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