Eine eindringliche Botschaft hat der erste Waldshuter Klimaschutztag in der Tiengener Stadthalle vermittelt: Wir müssen handeln, dies schnell und gemeinsam, um die Umstellung auf erneuerbare Energien zu schaffen, um damit unser Klima, die Erde und letztlich uns selbst zu schützen. So kann zusammengefasst werden, was in etwa vier Stunden engagierte Menschen und renommierte Wissenschaftler wie Jörg Roth, Frank Philipps und Hellmut von Koerber sagten. Es ging in ihren Präsentationen um die elementare Rolle von Wind- und Sonnenenergie und effizienter Energiespeicherung, um nachhaltiges Handeln auf allen Ebenen und um die Erhaltung und Verbesserung des Wasserrückhaltevermögens unserer Böden.

Die Veranstalter

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Probleme wurden aufgezeigt und Wege und Projekte zum Schutz von Klima und Umwelt vorgestellt. An Infotischen konnten sich die Besucher zusätzlich über Umweltschutzgruppen wie BUND und Nabu informieren und ins Gespräch kommen. Veranstalter des Klimaschutztags waren der im Entstehen begriffene Förderverein erlebbare Umweltbildung mit dem in Tiengen wohnenden Jörg Kasseckert als treibende Kraft und die Klimaschutz-Bewegung „Fridays for Future“ mit Jan Amann aus Remetschwiel an der Spitze. Er moderierte auch.

Gespräche: Vor Infoständen unterhält sich Rita Schwarzelühr-Sutter (links, SPD-Bundestagsabgeordnete) mit Jörg Roth vom Paul Scherrer Institut (CDU) und dem Besucher Andreas Wolf.
Gespräche: Vor Infoständen unterhält sich Rita Schwarzelühr-Sutter (links, SPD-Bundestagsabgeordnete) mit Jörg Roth vom Paul Scherrer Institut (CDU) und dem Besucher Andreas Wolf. | Bild: Ursula Freudig

Rund 70 interessierte Menschen waren in die Stadthalle gekommen. Unter ihnen politische Vertreter von Landkreis, Stadt, Ortsteilen und Parteien. „Vor Ort beginnt Klimaschutz, die Kommunen müssen Projekte voranbringen“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter in ihrem Grußwort. Waltraud Zimmermann als Vertreterin für den Landkreis Waldshut und Leiterin des Umweltschutzamtes im Landratsamt verwies darauf, dass der Landkreis schon lange den Klimaschutz auf der Agenda hätte und ein Klimaschutzkonzept erarbeitet.

Geschenke: Als Dank für die Organisation des Waldshuter Klimaschutztags in der Tiengener Stadthalle nimmt Jan Amann (links) für die Fridays-for-Future-Gruppe (hinten weitere Mitglieder) von Jörg Kasseckert vom Förderverein erlebbare Umweltbildung einen Geschenkkorb entgegen.
Geschenke: Als Dank für die Organisation des Waldshuter Klimaschutztags in der Tiengener Stadthalle nimmt Jan Amann (links) für die Fridays-for-Future-Gruppe (hinten weitere Mitglieder) von Jörg Kasseckert vom Förderverein erlebbare Umweltbildung einen Geschenkkorb entgegen. | Bild: Ursula Freudig

Außerdem traten Jan Amann und Jörg Kasseckert ans Mikrofon. Amann forderte dazu auf, mitzuhelfen, damit der Landkreis in Sachen Klimaschutz weiter voran kommt. Er kündigte an, dass „Fridays for Future“ die Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen vertiefen will, damit gemeinsam größere Projekte gestemmt werden können.

Erlebnispark „Wasser-Fische-Klima“

Kasseckert stellte bereits verwirklichte und angestrebte Projekte des Fördervereins erlebbare Umweltbildung vor, der ebenfalls auf die Zusammenarbeit mit anderen Umweltorganisationen setze. Hauptziel sei ein Wissens- und Erlebnispark „Wasser-Fische-Klima“ im Landkreis Waldshut mit dem Förderverein als Träger. Der Park soll Umweltbildung für alle Altersgruppen im interaktiven Spiel vermitteln.

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