Einen glanzvollen Abend haben die zahlreichen Zuhörer an Dreikönig in der evangelischen Versöhnungskirche in Waldshut verbracht, ein Abend, der durch seinen hochkarätigen Musiker, aber ebenso durch die ausgewählten Stücke bestach. Der Organist Johannes Berger war aus München angereist und präsentierte ein Orgelkonzert zum neuen Jahr.

Berger ist in Rosenheim in Bayern geboren. Bereits mit elf Jahren wurde er in den Kreis der Schüler des Münchner Orgelprofessors Franz Lehrndorfer aufgenommen. Nach dem Abitur studierte er Orgel, Cembalo und Kirchenmusik in München. Seit 2009 ist Berger, der zahlreiche Preise bei nationalen und internationalen Wettbewerben gewonnen hat, Organist an der größten Freiluftorgel in Kufstein.

Sein Konzert in der Versöhnungskirche begann mit der Sinfonia in D aus der Ratswahlkantate, mit Arioso in G und Concerto in a-Moll. Blitzschnell flogen die Finger Bergers von Taste zu Taste, die Beine bearbeiteten gleichzeitig die Pedale, das alles in einer Harmonie, die sich auch auf die Zuhörer übertrug, die gebannt auf ihren Plätzen saßen. Das nächste Stück, aus den „fünf Stücken für Flötenuhr“, allegro, non piu molto und allegro, von Beethoven stellte sich als ein charmantes und anspruchsvolles Stück heraus. Die Sonate in A-Dur von Felix Mendelssohn-Barholdy, „con moto maestoso und andante tranquillo“, kam wirklich maestoso (majestätisch) aber streckenweise auch romantisch daher.

Das Rondeau aus Arabesques von einem zeitgenössischen arabischen Komponisten glänzte durch eine Mischung aus orientalischer und europäischer Musik , sprühte vor Lebensfreude, bestach durch seine Originalität und weckte im überraschten Zuhörer Assoziationen, um schließlich in Richtung der klassischen Orgelmusik zu gleiten. Es darf als Sahnehäubchen auf einem Konzert von hohem Niveau bezeichnet werden. Die Zuhörer waren restlos begeistert ob des Könnens des Organisten und der Auswahl der Stücke und baten um eine Zugabe.