Eine rege Diskussion gab es bei der Bürgerversammlung in Gaiß. Angesprochen wurden unter anderem die Breitbandversorgung, die Zukunft des Waldshuter Freibades und der Öffnungstermin für die Stadthalle Waldshut. Für einen musikalischen Auftakt sorgte der Musikverein Gaiß-Waldkirch. Ortsvorsteher Matthias Rüd freute sich, zahlreiche Bürger, Gemeinderäte und OB-Stellvertreterin Rita Mosel begrüßen zu können, die ausführlich und informativ über das Stadtgeschehen berichtete.

Der besondere Dank des Ortsvorstehers galt den vielen Helfern, die zu allen Jahreszeiten für einen reibungslosen Betrieb in den beiden Ortsteilen sorgen. Ein großes Lob hatte er auch für die Vereine, die einen wichtigen Beitrag für eine gute Dorfgemeinschaft leisteten. Lorenz Eschbach, Kommandant des Ausrückverbandes West, appellierte an männliche und weibliche Jugend, bei der Feuerwehr mitzumachen. "Wir brauchen dringend Nachwuchs, um in diesem Jahr eine neue Jugendfeuerwehr aufbauen zu können", sagte er.

Anschließend meldeten sich die Bürger zu Wort. Harald Gabriel stellte die Frage nach einem Breitbandanschluss. "Meine Kinder besuchen die Schule, wir brauchen das schnelle Internet." Dazu erklärte Gemeinderat Harald Würtenberger, Gaiß und Waldkirch könnten 2019 mit einem Anschluss über die Stadtwerke rechnen. Gleichzeitig forderte er die Bürger auf, dann auch Gebrauch davon zu machen. Das warf die Gegenfrage nach den Beitragskosten auf.

Joachim Auer, Vorsitzender der Oldtimerfreunde, kritisierte, dass gemeinnützige Vereine Gewerbesteuern zahlen müssten. "Das dürfte eigentlich nicht sein", meinte er. Für den 7. Juli kündigte er eine Neuauflage des Open-Air-Festivals mit den Dorfrockern an. Daniel Tröndle, Vorsitzender des Musikvereins Gaiß-Waldkirch, dankte der Stadt für die Zuschüsse. "Wir sind auch darauf angewiesen", erklärte er. Allein die Anschaffung eines neuen Euphoniums hätte 7200 Euro gekostet. Ob der Verein sein Jahreskonzert am 24. November wieder in der Stadthalle ausrichten könnte, wollte er wissen. Rita Mosel: "Ich gehe davon aus, dass die Halle im November wieder zur Verfügung steht." Helga Bühler appellierte an die Stadt, das Waldshuter Freibad weiter zu betreiben. "Das ist für unsere Kinder eine wichtige Einrichtung und ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Rita Mosel: "Die Hoffnung soll man nicht aufgeben. Jedenfalls gibt es noch keinen offiziellen Gemeinderatsbeschluss, das Bad zu schließen."