Die Steinatalgemeinden Ober- und Untermettingen galten als weißer Fleck auf dem Gebiet des schnellen Internets. Das wird sich jetzt ändern. Der Breitbandausbau schreitet zügig voran, der fünfte Bauabschnitt in Untermettingen Muhren ist in vollem Gange. Doch längst nicht flächendeckend ist in der Gemeinde Ühlingen-Birkendorf schnelles Internet auch danach noch nicht vorhanden. Weiße Flecken wird es weiter auf dem Gemeindegebiet geben.

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Die Verwaltung hat für den verbliebenen Teil der Gemeinde eine Markterkundung durchgeführt und hatte das Büro „Breitbandberatung Baden-Württemberg“ damit beauftragt. Die Erfassung der unterversorgten Gebiete war die Grundlage für die Planung der Trassen für die Breitbandanbindung. Dies wurde zusammen mit den Ingenieurbüro Tillig aus Dogern durchgeführt.

Das Konzept umfasst die Ortsteile Brenden, Hürrlingen, Riedern a.W. komplett sowie Berau-Rickenbach, Ühlingen Im Holz, eine Anbindung an den POP in Untermettingen, Birkendorf-Horben sowie alle Gebäude und Anlagen der Wasser-und Abwasserversorgung. Birkendorf und der wesentliche Teil von Ühlingen sind durch „Vectoring“ versorgt.

Die Kosten für diesen weiteren Breitbandausbau wurden auf 11,7 Millionen Euro geschätzt. Hierfür beabsichtigt die Gemeinde eine Bundesförderung zu beantragen, die bis zu 50 Prozent der gesamten Kosten übernimmt. Sobald diese bewilligt ist, kann eine Co-Finanzierung beim Land beantragt werden. Dies wären weitere 40 Prozent der Gesamtkosten also zusammen 90 Prozent. Somit würde der weitere Breitbandausbau der Gemeinde noch rund 1,1 Millionen Euro kosten.

Zeitplan für weiteren Ausbau

Ortsbaumeister Jürgen Gamp könnte sich für den weiteren Ausbau folgenden Zeitplan denken. In 2020 den Antrag auf Bundesförderung stellen, Ende 2020 Antrag auf Landesförderung, 2021 könnte die Gemeinde in die Detailplanung mit anschließender Ausschreibung gehen. Baubeginn wäre dann 2022. Gamp wies aber darauf hin, dass dies ein Plan mit noch vielen Unbekannten sei. Für Bürgermeister Tobias Gantert steht fest: „Es braucht einfach Zeit, aber dann wäre die gesamte Gemeinde mit schnellem Internet versorgt.“ Der Gemeinderat vergab in seiner jüngsten Sitzung die Glasfasermontagearbeiten für den 5. Bauabschnitt. Die Arbeiten gingen an die Firma Rhön-Montage aus Frammersbach zu einem Angebotspreis von 40.244 Euro. Die Firma hat auch die Glasfasermontagearbeiten der Bauabschnitte eins bis vier ausgeführt. Die jetzige Auftragserweiterung erfolgte zu den bislang bestehenden Konditionen.