Veränderungen in der Forstorganisation betreffen auch Ühlingen-Birkendorf. Ab 2020 gilt das neue Forstreform-Gesetz. Der Gemeinderat hat im Hinblick auf die künftige Beförsterung des Gemeindewalds entschieden, aus diversen Varianten das Angebot des Landratsamtes anzunehmen.

Zur Diskussion standen auch die selbst verwaltete Beförsterung mit eigenem Personal, eine interkommunale Zusammenarbeit oder die Beauftragung eines privaten Dienstleisters. Die untere Forstbehörde des Landratsamtes bietet den Kommunen weiterhin die gewohnten Dienstleistungen zu Gestehungskosten an.

Betreuung aus einer Hand

„Der Vorteil dieses Angebots ist, dass die Betreuung des Privat- und Kommunalwaldes weiterhin aus einer Hand erfolgen würde“, sagte Bürgermeister Tobias Gantert. Gerade bei Ereignissen wie Sturm oder Käferbefall mache dies Sinn. Es wären künftig drei Förster auf der Gemarkung Ühlingen-Birkendorf tätig, einer für den Staatswald und zwei für den Kommunal- und Privatwald.

Bislang fallen für die Beförsterung des Gemeindewaldes jährlich Kosten in Höhe von 50 795 Euro an. In Zukunft wird die Gemeinde rund 16 000 Euro mehr an den Landkreis bezahlen müssen. Neben etwas höheren Forstkosten wird künftig auch die Verkehrssicherung mit 13 700 Euro in Rechnung gestellt. Der Landkreis bietet eine Vertragslaufzeit von fünf Jahren an.

Eine Auswirkung der neuen Forst-Organisation war die Neuorganisierung des Holzverkaufs. Dieser ist über die Waldgenossenschaft Südschwarzwald gelöst worden. Hier ist die Gemeinde Ühlingen-Birkendorf bereits Mitglied.