Zum Jahreswechsel haben wir die Bürgermeister von Laufenburg, Murg, Görwihl, Rickenbach und Herrischried sowie die Bürgermeisterin von Todtmoos wieder um die Beantwortung von acht teils persönlichen, teils die Gemeinde betreffenden Fragen gebeten. Hier veröffentlichen wir die Antworten der Todtmooser Bürgermeisterin Janette Fuchs.

Was hat Sie vergangenes Jahr besonders gefreut?

Ich hatte mehrfach Grund zur Freude. Zum einen, dass wir trotz knapper Finanzen und erschwerten Umständen wieder eine Vielzahl von großen und kleinen Aufgaben und Projekten auf den Weg gebracht haben. Unser Ausbau des Herrenkopfwegs konnte abgeschlossen werden, der Breitbandausbau ging gut voran, mit der Sanierung der Schwarzenbacher Straße konnte begonnen werden und unser Wahrzeichen, der Hochkopfturm samt Gelände, erstrahlt in neuem Glanz. Und zum andern, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung Gott sei Dank alle gesund geblieben sind, sodass alle alltäglichen Arbeiten, wie Verwaltung, Pflege unserer Einrichtungen, Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bis hin zum Bürgerservice im Rathaus erledigt werden konnten. Erfreulich war auch, dass der Landkreis Waldshut so gut mit Impfstoff versorgt wurde, dass bis heute Impfaktionen durchgeführt werden können, um diesem Virus Einhalt zu gebieten. Doch das Beste kam zum Schluss. Zwei Tage vor Weihnachten erhielt unser heilklimatischer Kurort eine große finanzielle Entlastung durch die Zuwendung einer Stabilisierungshilfe von über 600.000 Euro.

Was war für Sie besonders unerfreulich?

Die immer sehr kurzfristige Umsetzung der jeweiligen Corona-Verordnung, dass Veranstaltungen immer wieder abgesagt werden mussten und unser Schwimmbad aufgrund Fachkräftemangel nicht geöffnet werden konnte.

Welches ist das wichtigste Projekt, das vergangenes Jahr in Ihrer Gemeinde verwirklicht wurde?

Der Ausbau zur flächendeckenden schnelle Mobilfunkversorgung ging gut voran. In so gut wie allen Ortsteilen sind die Leitungen verlegt, sodass im Frühjahr zügig mit dem Einblasen der Glasfaser begonnen werden kann. Die Arbeiten gehen schneller voran als ursprünglich geplant. Wir gehen davon aus, dass bis Ende 2022 das Netz überall aktiviert sein wird.

Was ist die wichtigste Sache, die liegenblieb?

Aufgrund der politischen Situation des Landes Baden-Württemberg wurde uns eine Förderung zur Sicherung der Ver- und Entsorgung, eine wichtige Verbindungsleitung für den Ortsteil Lehen, nicht in Aussicht gestellt. Diese wichtige Maßnahme haben wir für das Jahr 2022 nochmals beantragt.

Warum könnte 2022 ein besseres Jahr für Ihre Gemeinde werden als 2021?

Wenn wir das Virus in den Griff bekommen, durch Impfungen, Tests oder andere Maßnahmen, sehe ich auch wieder eine Chance, dass der Tourismus in Gang kommt. Die Menschen meiden den Massentourismus, reisen nicht mehr in großen Gruppen, was sicherlich auch dazu führen wird, dass unser schöner Schwarzwald ein Reiseziel sein wird. Unsere Gastronomen und Hotels werden davon profitieren.

Was wünschen Sie sich 2022 persönlich?

Vor allen Dingen gut und gesund durch diese Pandemie zu kommen.

Ministerpräsident Winfried Kretschmann ist auf Gemeindebesuch und gibt Ihnen die Gelegenheit, zu einem Austausch unter vier Ohren. Was sprechen sie an?

In Todtmoos entwickeln wir mit Nachdruck einen zertifizierten Kur- und Heilwald. Ich würde ihn auf jeden Fall fragen, warum er unser Angebot für die Übernahme der Schirmherrschaft hierfür nicht angenommen hat.

Welche Schlagzeile über sich selbst oder über Ihre Gemeinde würden Sie 2022 gerne lesen?

Immer noch die gleiche wie im letzten Jahr: Zuschuss für Todtmooser Freibadsanierung bewilligt!