Im neuen Anbau der Rickenbacher Grundschule hat der Schulalltag Einzug gehalten – wenn auch wegen Corona in eingeschränkter Form. Im Moment befinden sich dort etwa 40 Kinder in Notbetreuung. Sie sind die Ersten von 240 Grundschülern aus den Gemeinden Rickenbach und Herrischried, die das neue Bauwerk mit zehn Klassenzimmern nutzen können.

Die Kinder sind begeistert und freuen sich. Schulleiter Bernd Mugrauer zeigt den neuen Anbau der Rickenbacher Grundschule.
Die Kinder sind begeistert und freuen sich. Schulleiter Bernd Mugrauer zeigt den neuen Anbau der Rickenbacher Grundschule. | Bild: Peter Schütz

Jede Klasse hat ihr Zimmer – von den elf Klassen sind zwei Klassen weiterhin im Kindergartengebäude untergebracht. „Die Kinder sind begeistert und freuen sich“, berichtet Schulleiter Bernd Mugrauer, „sie finden es hundertmal besser als drüben.“ Drüben: Damit meint Mugrauer das bisherige Schulhaus, mittlerweile „Altbau“ genannt. Dafür gab es 1969 einen Bauwettbewerb, 1972 wurde der erste Bauabschnitt fertiggestellt und bezogen. Der zweite Bauabschnitt mit Werkraum und Rektorat wurde 1978/79 geschaffen. Jetzt, fast 50 Jahre nach dem Erstbezug, hat das Gebäude weitgehend ausgedient, muss einer „Frischzellenkur“ unterzogen werden – mit neuer Fassade, Heizung, Sanitäranlagen, neuen Leitungen für Strom, Wasser und Abwasser, neuen Fenstern und so fort.

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Dafür rechnet Architekt Max Lauer rund ein Jahr – ein Jahr, in dem die Grundschüler und deren Lehrer im neuen Anbau klarkommen müssen. Ein Lehrerzimmer für Konferenzen gibt es im Neubau noch nicht, das Kollegium muss improvisieren. Ein einziges Zimmer dient als Betreuungs- und Musikzimmer. Die Mensa wäre zwar fertig, wird derzeit jedoch anderweitig als Unterrichtszimmer genutzt. Aber sonst: „Jede Klasse hat ihr Zimmer“, erklärt Bernd Mugrauer, der seit dem Schuljahr 2016/17 Leiter der Rickenbacher Schule ist. Was ihn besonders freut: Die Klassenzimmer sind passend für die Zukunft bestückt. Ausgestattet mit Objektkameras, Beamern, neuen Wandtafeln und zeitgemäßer Belüftung. Hinzu kommen neue Tablets und Lehrer-Laptops aus dem Digitalpakt Schule des Landes Baden-Württemberg. Später soll noch auf WLAN umgestellt werden, sodass die Grundschule laut Mugrauer „digital gut aufgestellt ist“.

Der Umzug vom Alt- in den Neubau hat in den Osterferien unter der Regie des Rickenbacher Bauhofs stattgefunden. Mit dabei waren auch zwei Ferienjobber. Umzugshilfe gab es vom Rickenbacher Schmidts-Markt, der Kartons und klappbare Kisten für Materialien zur Verfügung stellte. Die Möbel, sie werden weiter genutzt, sind alle umgezogen. Jetzt befinden sich noch Kleinigkeiten wie Schachteln und Ordner im Altbau. Sie sollen demnächst hinüber gebracht werden. „Wir müssen bis zum 25. April vollends ausgeräumt haben“, berichtet Bernd Mugrauer, „dann wird der Altbau für uns gesperrt und es beginnt der Umbau.“ Mugrauer weiter: „Wenn es gut läuft, dauert er bis Pfingsten 2022, bei Verzögerungen bis Sommer 2022. Dann haben wir eine großzügige Schule.“ Solange findet der Unterricht, sofern er denn stattfindet, mit leichten Einschränkungen statt. „Für uns als Lehrkräfte bedeutet dies mehr Organisation, mehr Absprachen“, weiß Bernd Mugrauer. Aber: „Wir sind ein gutes Team im Kollegium, da bin ich zuversichtlich, dass es klappt“, sagt er.