Beim Großbrand eines landwirtschaftlichen Anwesens in Bergalingen in der Gemeinde Rickenbach am Dienstag entstand ein Schaden in Millionenhöhe. Zwei Familien wurden obdachlos und verloren den Großteil ihres Tierbestandes. Das landwirtschaftliche Anwesen stand kurz nach 5 Uhr im Vollbrand. Der Lösch- und Rettungseinsatz dauerte mehrere Stunden. Alle Bewohner haben sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht.

Tragisch: Der Ökonomieteil brannte vollständig ab. Der Großteil des Viehs konnte nicht gerettet werden.
Tragisch: Der Ökonomieteil brannte vollständig ab. Der Großteil des Viehs konnte nicht gerettet werden.

Allerdings fiel nahezu der komplette Viehbestand dem Feuer zum Opfer. Lediglich fünf von rund 50 Tieren wurden gerettet. Durch das Feuer brannten die Stallungen und eine Werkstatt bis auf die Grundmauern nieder. Am Wohnhaus wurde mindestens das Dachgeschoss zerstört. Im Feuer barsten ein Dieseltank und im Gebäude gelagerte Gasflaschen. Durch herumgeschleuderte Gegenstände wurde ein Nachbaranwesen beschädigt, aber keine Personen getroffen.

Im Kampf gegen die Flammen: Die Feuerwehr versuchte, den in Brand geratenen Dachstuhl des Wohnhauses von den Drehleitern aus zu löschen.
Im Kampf gegen die Flammen: Die Feuerwehr versuchte, den in Brand geratenen Dachstuhl des Wohnhauses von den Drehleitern aus zu löschen.

Die Brandursache ist laut Polizei unbekannt. Die Ermittlungen werden aufgenommen, sobald das Anwesen betreten werden kann, teilte die Polizei mit. Klar war nur so viel: Der Brand entstand im Ökonomiegebäude. Es stand lichterloh in Flammen, als die Feuerwehr eintraf, und brannte komplett nieder.

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Die Feuerwehr schaffte es, fünf Kühe ins Freie zu bringen. Die anderen Kühe verbrannten im Stall. Der Brand griff dann auf das daneben stehende Wohnhaus über und breitete sich im Dachstuhl aus. Die hohe Rauchwolke war von Weitem zu sehen.

Von Weitem sichtbar: Die Rauchwolke über Bergalingen war auch in der Umgebung – im Bild von Oberwihl aus – zu erkennen.
Von Weitem sichtbar: Die Rauchwolke über Bergalingen war auch in der Umgebung – im Bild von Oberwihl aus – zu erkennen.

In dem Haus wohnten zwei Familien aus drei Generationen. Sie wurden von anderen Familien aufgenommen. Die Landfrauen Bergalingen reagierten schnell und richteten eine Verpflegungsstation beim Bürgersaal ein. Landwirte aus der Nachbarschaft brachten in Güllewagen zusätzliches Löschwasser an den Brandort. Im Einsatz waren Feuerwehren aus Rickenbach, Bad Säckingen und Wehr. Das Deutsche Rote Kreuz war ebenfalls vor Ort.

Video: Gerber, Andreas

Anwohner hatten den Brand nach eigenen Angaben bereits um 5.15 Uhr bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Die ersten Feuerwehren trafen nach 5.30 Uhr ein. Zwei Stunden später schlugen im niedergebrannten Ökonomieteil immer noch Flammen hoch. Laut Polizei war um 9.30 Uhr der Brand des landwirtschaftlichen Anwesens unter Kontrolle, war aber noch nicht vollständig gelöscht.