Die Schützen Rheinfelden Immobilien AG, der unter anderem das Hotel Schiff, das Eden und der „Schützen“ gehören, hat in den vergangenen Monaten und Jahren viel Geld in ihre Liegenschaften investiert – und weitere Großprojekte stehen an. „Wir freuen uns über die abgeschlossenen Renovationsarbeiten und sind mit den Resultaten sehr zufrieden. Einen Wermutstropfen gibt es dennoch“, schreibt das Unternehmen in einem Brief an die Aktionäre.

Massive Mehrausgaben

Dieser Wermutstropfen betrifft die Finanzen: „Die großen Renovationsarbeiten für den Elsässerhof und im Hotel Eden im Park haben über Budget abgeschlossen: der Elsässerhof mit 5,9 Millionen Franken statt mit 5,3 Millionen und das Hotel Eden mit 3,1 Millionen Franken statt mit 1,7 Millionen.“ Auch die nächste Großinvestition fällt deutlich höher aus, als ursprünglich geplant: „Wir rechnen beim anstehenden umfassenden Umbau für das Hotel Schützen mit Kosten von 18,1 Millionen Franken statt mit 12,5 Millionen.“

Die Planungsarbeiten für die Renovation des „Schützen“ seien in vollem Gange. Wenn alles rund läuft, soll der Baubeginn im Frühling 2019 erfolgen. „Damit die Bauarbeiten reibungslos über die Bühne gehen, wurde entschieden, die Klinik während des Umbaus ins Hotel Schiff zu verlegen.“ Das Restaurant im „Schützen“ wird aber offen bleiben. Derzeit gehen die Verantwortlichen davon aus, dass die Renovationsarbeiten voraussichtlich bis 2021 dauern werden. So lange wird das „Schiff“ zur „Klinik-im-Hotel“.

Die deutlich höheren Ausgaben für die bisherigen Projekte und die anstehende Renovation des „Schützen“ haben Folgen für den geplanten Neubau des Hotels „Schiff“ in der Marktgasse: „Diese Ausgangslage zwingt uns, die Finanzierungsvarianten der anstehenden Projekte noch einmal zu prüfen. Deshalb hat die Baukommission „Hotel Schiff am Rhein“ entschieden, die Planungsarbeiten für den Neubau des Hotels „Schiff“ auszusetzen.“

Ziel wird weiterhin verfolgt

Am Projekt, das die Immobilienfirma im Jahr 2016 vorgestellt hatte, werde aber grundsätzlich festgehalten. Der Studienwettbewerb habe überzeugt. „Wir verfolgen das Ziel weiterhin, das architektonisch und städtebaulich überzeugende Projekt zu realisieren und die Wirtschaftlichkeit des erfolgreichen Klinik-im-Hotel-Konzepts zu garantieren.“

Die Baukommission arbeite intensiv an Finanzierungsvarianten, heißt es abschließend. Damit dürfte das heutige „Schiff“, das baulich als Fremdkörper im Städtchen gilt, noch einige Jahre länger stehen bleiben.