Herrischried/Wehrhalden – Auch Skiliftbetreiber erhalten finanzielle Unterstützung aus der Überbrückungshilfe III, wenn sie ein Umsatzdefizit von mindestens 30 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Monat in 2019 vorweisen können. Darauf weist die SPD-Bundestagsabgeordnete und parlamentarische Staatssekretärin Rita Schwarzelühr-Sutter hin. Im Hotzenwald gibt es Skilifte in Herrischried und in Wehrhalden.

„Die Bezugnahme auf die vergleichsweise schneereiche Wintersaison 2018/19 im Gegensatz zu 2019/20 ist eine sehr gute Lösung“, sagt Schwarzelühr-Sutter nachdem Skiliftbetreiber in der Region mit Blick auf die aktuell guten Schneeverhältnisse ihre Betriebsausfälle durch die Corona-Regeln beklagt hätten. Dass der Umsatzvergleich entsprechend ausgerichtet wurde, so die SPD-Bundestagsabgeordnete, mache es möglich, dass die Skiliftbetreiber ab Januar 2021 zu einer weitreichenden Fixkostenerstattung kommen können.

„Ich kann die Sorgen und Nöte vieler Skiliftbetriebe angesichts der Corona-Pandemie gut nachvollziehen – erst die harten Einschnitte im März 2020 und nun die aktuelle Schließung trotz idealer Schneeverhältnisse und Witterungsbedingungen. Jetzt können die betroffenen Unternehmen wenigstens für die Wintermonate ab Januar 2021 von bessere Unterstützung aus der Überbrückungshilfe III profitieren“, erklärt Schwarzelühr-Sutter.

Skiliftbetriebe erhielten bisher nur geringe Zahlungen aus der außerordentlichen Wirtschaftshilfe des Bundes (November- und Dezemberhilfe), weil sich die Umsatzerstattung auf die Vergleichsmonate des schlechten Winters 2019/20 bezog. Die November- und Dezemberhilfen können laut Bundeswirtschaftsministerium nachträglich aber nicht mehr ausgeweitet werden, weil das Antragsverfahren bereits umgesetzt sei. Ein Vergleich mit Monaten im Jahr 2018 oder die entsprechenden Monate der vergangenen drei bis fünf Jahre, wie von einigen Betrieben und Gemeinden gefordert, sei zudem beihilferechtlich nicht möglich.

Ein Sonderprogramm für Skiliftbetreiber sei seitens der Bundesregierung nicht geplant, so Schwarzelühr-Sutter. Die betroffenen Bundesländer können jedoch frei entscheiden, eigene spezifische Hilfsprogramme aufzulegen. „Skifahren und Langlauf gehören einfach zum Schwarzwald dazu. Die Landesregierung Baden-Württemberg sollte daher prüfen, wie sie den Skiliftbetreibern ergänzend helfen kann, um den Wintertourismus für die Zukunft zu sichern“, sagt die Abgeordnete.