Der Start zum Neubau der Herrischrieder Gemeinschaftsschule Hotzenwald steht unmittelbar bevor, wie Bürgermeister Christof Berger in der Gemeinderatssitzung am Montagabend berichtete. Auch mit der Sanierung des Bestandsgebäudes geht es voran.

Der Gemeinderat befürwortete die Vergabe von Aufträgen im Bestandsgebäude im Wert von rund 40 674 Euro und stimmte einer beschränkten Ausschreibung für Brandschutztüren mit einem Volumen von rund 45 000 Euro zu. Angebote für Blechnerarbeiten, geschätzte Kosten rund 3000 Euro, zur Anpassung des Vordachs, können ebenfalls eingeholt werden.

„Ich erwarte jeden Tag den Eingang der Baugenehmigung für das neue Schulgebäude“, verkündete Bürgermeister Berger erfreut. Bis Mitte Juni könnte dann das Genehmigungsverfahren abgeschlossen sein und die ersten Ausschreibungen im Bereich Aushub und Rohbau getätigt werden. Wenn im September eine Angebotsvergabe stattfinden könnte, dann so hofft Berger, kann im Oktober/November dieses Jahres noch mit die Erstellung der Bodenplatte begonnen werden.

Im Februar 2021, so sieht es zumindest der Plan vor, könnte die neue Schule fertig sein, sagte Berger. Anlässlich der Kosteneinsparung wurden an den Plänen Veränderungen vorgenommen. Beispielsweise gab es Veränderungen im Bereich der Fluchttreppe. Die Küche und verschiedene Lagerräume wurden nahezu auf das ursprüngliche geplante Volumen zurückgenommen. Dennoch sei es weiterhin möglich, dass in der Küche frisch gekocht werden könne, betonte Berger. Bei der Holzverkleidung im Außenbereich wurde der Rotstift kräftig angesetzt. Dennoch bleib der Charakter der Planung weitgehend erhalten.

Der Förderverein der Gemeinschaftsschule Hotzenwald unterstützt unter anderem mit einer Backsteinaktion den Schulhausneubau. Berger betonte auf Nachfrage von CDU-Gemeinderat Martin Booz, dass das Geld dem Neubau zugutekommt und dass für diese Spenden eine Spendenbescheinigung ausgestellt werden kann.

Sanierung am Bestandsgebäude

Zum größten Teil werden die Sanierungsarbeiten des Bestandsgebäudes der Gemeinschaftsschule Hotzenwald über den Ausgleichstock finanziert. Bereits in den Jahren 2017 und 2018 wurden die ersten beiden Funktionsabschnitte zur Sanierung des Bestandsgebäudes, umgesetzt. Die energetische Sanierung wurde 2018 fertiggestellt und ist bereits abrechnet, berichtete Bürgermeister Christof Berger. Für den noch ausstehenden Funktionsabschnitt Barrierefreiheit und äußerer Brandschutz wurde die zur Verfügung stehende Zuschusssumme noch nicht ausgeschöpft.

Eine Zwischenabrechnung habe ergeben, so Berger, dass die Gemeinde noch über Mittel von rund 115 000 Euro verfügen kann. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium werden nun die ausstehenden Restarbeiten im Bereich Barrierefreiheit und äußerer Brandschutz sowie Brandschutzmaßnahmen im Innenberiech vorgenommen. Die Restkosten wurden mit rund 90 000 Euro beziffert. Einzelne Arbeiten, wie die Demontage des Vordachs konnten noch nicht umgesetzt werden, da die Frage nach der weiteren Entwicklung des Neubaus noch nicht geklärt war. Diese Ungewissheiten wurden zwischenzeitlich beseitigt.

Kosten der restlichen Sanierungsarbeiten am Bestandsgebäude

  • Gesamtsumme: 40 673,96 Euro
  • Einzelne Aufträge: Innenputz: Firma Oeschger, Murg, 5816,66 Euro; Elektroarbeiten: Firma Bächle, Hogschür, 7481,22 Euro; Innentüren Speicher: Firma Harsch, Herrischried, 6937,70 Euro; Schlosserarbeiten Absturzsicherung: Firma Fricker, Görwihl, 3530,73 Euro; Schlosserarbeiten Schutzwand Eingang UG: Firma Fricker, Görwihl, 9377,20 Euro; Eingangstüren/Elektroschloss: Firma Konnertz, Freiburg, 4044,29 Euro; Demontage Vordach: Firma Biehler, 3486,16 Euro.
  • Weitere erwartete Kosten für Blechnerarbeiten Anpassung Vordach rund 3000 Euro; Brandschutztüren rund 45 000 Euro.
  • Erwartete Kosteninsgesamt 1 715 000 Euro; abzüglich Fachförderung 1 093 000 Euro; abzüglich Mittel aus dem Ausgleichsstock 364’000 Euro; Eigenmittel der Gemeinde 257’000 Euro.
  • Schulhausneubau Gesamtschule Herrischried, Bauzeit rund 1,5 Jahre, geschätzte Baukosten 6 000 000 Euro
  • Genehmigungsverfahren: Erwarteter Abschluss des Baugenehmigungsverfahrens bis Mitte Juni 2019; erste Ausschreibungen/Vergaben bis September 2019; Baubeginn im Oktober/November 2019; Fertigstellung der Schule Februar 2021.