Dogern (tao) Der Möbelmarkt Dogern beabsichtigt, seinen Standort an der Gewerbestraße umzustrukturieren und in Teilbereichen zu erweitern. Um das zu ermöglichen, ist eine Änderung des Bebauungsplanes "Winkel-Eckebühl" erforderlich, der 1975 aufgestellt und seitdem zwei Mal geändert wurde. Der Bauherr, die Kummle-Albiez GdbR, begründete den Antrag mit der dringend erforderlichen Modernisierung des Standortes zur Sicherung der vorhandenen und Schaffung weiterer Arbeitsplätze.

Der Möbelmarkt hatte der Gemeindeverwaltung ein entsprechendes Konzept vorgelegt, das bereits mit den Fachbehörden und Verbänden erörtert wurde. Die geplanten Veränderungen zielten laut Hauptamtsleiterin Monika Berthold auf eine verbesserte Ausstattung und erweiterte Lagerflächen durch eine Umnutzung vorhandener Verkaufsflächen. Damit verbunden ist eine Erweiterung der Verkaufsfläche um 895 auf 24 995 Quadratmeter sowie die Zulassung einer Aufstockung des südlichen Bestandsgebäudes.

Dazu sagte Bürgermeister Matthias Guthknecht, eine Gemeinde wie Dogern könne sich glücklich schätzen, dass es seinerzeit möglich war, einen Möbelmarkt im Gewerbegebiet Dogern anzusiedeln, obwohl die Gemeinde nicht einmal den Status eines Unterzentrums besitze. "Der Markt zählt zu den zwei großen Gewerbesteuerzahlern in der Gemeinde, denen wir es letztendlich zu verdanken haben, dass Dogern die Möglichkeit hatte, selbständig zu bleiben", so Guthknecht. Deshalb unterstütze die Gemeindeverwaltung das Vorhaben. Gleichzeitig habe aber die Baurechtsbehörde auch ein deutliches Signal gesetzt, dass mit dieser Erweiterung das Ende der Fahnenstange erreicht sei.

Der Gemeinderat folgte dem Vorschlag der Verwaltung, den Bebauungsplan im beschleunigten Verfahren zu ändern. In einem weiteren Punkt wurde auch dem Bauantrag des Möbelmarktes zur Aufstockung des bestehenden Marktes mit einem Attica-Geschoss inklusive Restaurant und Verwaltungsbereich zugestimmt. Der Bauherr hatte auf die benachbarten Bürogebäude und das Hochregallager der Firma Sedus Stoll hingewiesen, die sehr hoch über das Gelände in Erscheinung treten. Daher stimmte der Gemeinderat auch der gewünschten zweigeschossigen Bauweise zu.