In abgespeckter Form zwar, aber nicht weniger attraktiv, präsentiert sich die 20. Ausgabe von „Akkorde – Gitarrenfestival am Hochrhein“. Auf fünf Konzerte, zwei in Waldshut-Tiengen, eins in Lörrach, eins in Rheinfelden und das Abschlusskonzert in Bad Säckingen, dürfen sich die Kulturfreunde in der Region freuen.

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Gerade die Kulturschaffenden hatten in diesem Jahr einige Steine aus dem Weg zu räumen. Immer neue Corona-Richtlinien sorgten für eine zeitraubende Organisation, die für das Festival bis in den August hinein gedauert hat. „Wir hatten ein großes Festival mit einer Konzertpremiere vor großem Publikum geplant“, erklärt Bad Säckingens Kulturreferentin Christine Stanzel. Doch dann kam Corona. „Wir wussten lange nicht, ob, wie und was stattfinden kann“, so Stanzel weiter.

Denn immerhin acht Veranstaltungstermine mit verschiedenen Veranstaltungsorten mussten unter einen Hut gebracht werden. Wehr und Laufenburg fehlen in diesem Jahr. Und auch dem jüngsten Festivalpartner, der Gemeinde Steinen bei Lörrach, bleibt nur die Hoffnung auf das kommende Jahr. Vorgesehen war in Steinen ein Konzert mit dem Gitarristen Oliver Fabro in der „Kaffee Mühle“. „Doch aufgrund der Pandemie dürfen keine Fremdbesucher in das Café des Seniorenzentrums“, erklärt Christel Mohr, die Vorsitzende des Vereins Kunst und Kultur. „Wer kann, der bietet was“, gibt Kulturreferentin Kerstin Simon vom Kulturamt Waldshut-Tiengen die Parole für alle Kultureinrichtungen aus. „Die Zuversicht und der Zusammenhalt unter den Kulturschaffenden ist groß“, so Simon. „Ein hoffnungsfrohes Zeichen, unter neuen Voraussetzungen richtig durchzustarten“.

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Der Auftakt der Festivalreihe ist am Freitag, 25. September, in der Stadtscheuer in Waldshut. Das Duo Gitarromatico mit den Musikern Adrian Brenneisen und Florin Emhardt hat sich für dieses Festival gegründet. Sie geben einen musikalischen Rückblick auf die Geschichte der Gitarrenmusik und haben sich zum Konzert als Gast den Sänger Sebastian Schäfer an ihre Seite geholt. Beginn ist um 20 Uhr.

Am Samstag, 10. Oktober, geht es nach Lörrach ins Nellie Nashorn. Bad Joe Temper wird dort die Sparte des Blues bedienen. Der Musiker aus Bielefeld möchte mit seinem ganz eigenen Sound begeistern.

Im Dietschy-Saal im Rheinfelder Haus Salmegg wird Rossini Hayward ein paar neue Kompositionen und Arrangements spielen, darunter seine „Rheingold Fantasy“, der ein etwa zehnminütiger Vortrag über Wagner und die Leitmotivtechnik vorausgeht. Beginn ist um 19 Uhr.

Liebhaber des Jazz, der Gitarren und der Literatur dürften ihre Freude am Auftritt der beiden Musiker Johannes Tonio Kreusch und dessen Bruder Cornelius Claudio in der Stadthalle in Waldshut haben. Die beiden Musiker präsentieren jeweils eine musikalische Hommage an zwei große literarische Meisterwerke. Zu hören ist Hermann Hesses „Siddhartha“ und Thomas Manns „Zauberberg“. Beginn ist um 20 Uhr.

Den Abschluss der diesjährigen Festivalreihe bildet die Neuseeländerin Teresa Bergmann. „Sie ist eine Künstlerin auf Augenhöhe“, sagt Christine Stanzel. Die frühere Straßenmusikantin besticht demnach dadurch, dass sie ihrem Publikum immer auf Augenhöhe begegnet. Beginn ist um 19.30 Uhr im Kursaal in Bad Säckingen.

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