Hätten Sie's gewusst? Diese Frage mag sich so mancher Besucher am Wochenende im Kursaal gestellt haben. Denn auch in der vierten Auflage der Bad Säckinger Stadtgeschichten ist es dem Journalisten Rainer Jörger, gelungen, in seiner Multimedia-Reportage vermeintlich längst Bekanntes aus einem ganz anderen Blickwinkel zu beleuchten.

 

 

Tolles Programm und viel Unterhaltung

Jörgers Rechnung, alles in ein kurzweiliges und spannendes Unterhaltungsprogramm zu verpacken, ging voll und ganz auf. „Sie werden vieles von Bad Säckingen sehen, wie Sie es noch nicht gesehen haben“, versprach Kai Oldenburg, SÜDKURIER-Regionalleiter Hochrhein, zur Begrüßung zusammen mit Bürgermeister Alexander Guhl und dem stellvertretenden Sparkassen-Vorstandsvorsitzenden Wolf Morlock, der an diesem Abend auch die Sparkassen-Kulturstiftung vertrat, neben den Stadtwerken Bad Säckingen Hauptsponsor der Veranstaltung.

Sportredakteur Gerd Welte (links) und Produzent Rainer Jörger teilten sich die Moderation der Bad Säckinger Stadtgeschichten. Bild: Susanne Kanele
Sportredakteur Gerd Welte (links) und Produzent Rainer Jörger teilten sich die Moderation der Bad Säckinger Stadtgeschichten. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

„Ich war überrascht, was die Trompeterstadt alles zum Thema Elektromobilität zu bieten hat“, sagte zum Beginn der Show Moderator Rainer Jörger. Und schon fing es an zu blinken auf der Bühne. Die bunten Lichter kamen vom kleinen E-Roller von Justus Obermeyer. Der Gründer des ersten Bad Säckinger E-Mobil-Stammtischs kam gemeinsam mit Umweltreferent Ralf Däubler die Bühne. Von Däubler erfuhren die Gäste, dass die Elektromobilität mit der Wahl von Alexander Guhl zum Bürgermeister Einzug in Bad Säckingen gehalten hat. Inzwischen ist die Stadt im Besitz von acht städtischen Elektrofahrzeugen, einem elektrischen Bürgerauto, einem elektrischen City-Bus, einem E-Roller, unzähligen E-Bikes und nicht zuletzt fährt in Bad Säckingen auch ein E-Taxi.

Wie funktioniert eigentlich die Elektromobilität? Umweltreferent Ralf Daäubler (links) Justus Obermeyer (rechts) haben es Produzent und Moderator Rainer Jörger erklärt. Bild: Susanne Kanele
Wie funktioniert eigentlich die Elektromobilität? Umweltreferent Ralf Daäubler (links) Justus Obermeyer (rechts) haben es Produzent und Moderator Rainer Jörger erklärt. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Kein Wunder, dass die Trompeterstadt jetzt auch einen E-Mobil-Stammtisch hat. Er wurde erst im vergangenen Jahr gegründet, seine Mitglieder treffen sich einmal im Monat. Inzwischen ist der Stammtisch auf 20 Personen angewachsen, die auch aus der Schweiz und dem Landkreis Lörrach kommen. Auch Benzinfahrer sind beim Stammtisch willkommen. „Denn nirgends erfährt man so viel über Elektroautos, wie bei den Fahrern selbst“, so Obermeyer.

Gründer Helmar Burkhart stellt seine Kinderuni Hochrhein vor. Bild: Susanne Kanele
Gründer Helmar Burkhart stellt seine Kinderuni Hochrhein vor. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Doch Bad Säckinger sind nicht nur umweltbewusst, sondern auch clever. Und das von Kindesbeinen an. Das stellten die Studierenden der Kinderuni Hochrhein beeindruckend unter Beweis, als sie den Erwachsenen im Saal eben mal erklärten, wie ein Computer funktioniert. Jetzt wissen immerhin viele Bad Säckinger was ein Algorithmus ist.

Wie funktioniert eigentlich ein Computer? Die kleinen Studenten der Kinderuni haben es gewusst und Kai Oldenburg (rechts) von der SÜDKURIER-Hochrheinredaktion sichtlich beeindruckt. Bild. Susanne Kanele
Wie funktioniert eigentlich ein Computer? Die kleinen Studenten der Kinderuni haben es gewusst und Kai Oldenburg (rechts) von der SÜDKURIER-Hochrheinredaktion sichtlich beeindruckt. Bild. Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Eigentlich schon alte Hasen bei den Bad Säckinger Stadtgeschichten, weil jedes Jahr mit dabei, schaffte es die Jugendmusikschule doch einmal mehr, sich neu zu erfinden und das Publikum zu begeistern. In diesem Jahr war es das Trompetenensemble um Lehrer und Leiter Manuel Wagner. Die Trompetenschüler Simon Eckert, Mark Tröndle und Alisa Kuder jedenfalls, machten ihren Lehrer durch ihr Können besonders stolz.

Jedes Jahr war ein Ensemble der Jugendmusikschule Bad Säckingen bei den Stadtgeschichten mit dabei. In diesem Jahr war es ein Trompeterensemble mit ihrem Lehrer und Leiter der Jugendmusikschule, Manuel Wagner (zweiter von rechts). Auf dem Bild zu sehen sind:Alisa Kuder, Simon Eckert, Rainer Jörger und Mark Tröndle. Bild: Susanne Kanele
Jedes Jahr war ein Ensemble der Jugendmusikschule Bad Säckingen bei den Stadtgeschichten mit dabei. In diesem Jahr war es ein Trompeterensemble mit ihrem Lehrer und Leiter der Jugendmusikschule, Manuel Wagner (zweiter von rechts). Auf dem Bild zu sehen sind:Alisa Kuder, Simon Eckert, Rainer Jörger und Mark Tröndle. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Nach so viel Heimat, warf Jörger mit seiner Reportage auch in diesem Jahr wieder einen Blick in die Partnerstadt Näfels. Nicht nur, dass dort die größte Boulderhalle der Ostschweiz beheimatet ist. Auch musikalisch gab es ein Gänsehautfeeling mit der Musik von Tenzin Dolkar Khangsar.

Exotisch mit schweizer Dialekt: Die Mitglieder der Gruppe Tenzin Dolkar Khangsar stammen aus Tibet und leben aber seit vielen Jahren in der Schweiz, in der Bad Säckinger Partnerstadt Glarus Nord. Bild: Susanne Kanele
Exotisch mit schweizer Dialekt: Die Mitglieder der Gruppe Tenzin Dolkar Khangsar stammen aus Tibet und leben aber seit vielen Jahren in der Schweiz, in der Bad Säckinger Partnerstadt Glarus Nord. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Es handelt sich dabei um eine Gruppe aus Tibet mit ihrer ganz eigenen Volksmusik. „Mutig“, dachte sich mancher Besucher im Kursaal, als Jörger beherzt mit dem Mikrofon auf eine der Musikerinnen zuging. Doch die junge Frau in der volkstümlichen Tracht der Tibeter antwortete in reinem Schweizerdeutsch. Denn alle Mitglieder der Gruppe stammen zwar aus Tibet, sind aber schon viele Jahre in der Schweiz beheimatet.

Produzent Rainer Jörger (links) im Interview mit Tenzin Dolkar Khangsar. Bild: Susanne Kanele
Produzent Rainer Jörger (links) im Interview mit Tenzin Dolkar Khangsar. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Für eine besondere Überraschung sorgte der Bad Säckinger Musiker Oliver Fabro. „D'Stadt vum Trompeter“ hieß die von ihm komponierte Hymne an seine Heimatstadt. Fabro trug sie einmal rockig und einmal unplugged vor. Die Bandmitglieder Jonathan Freitag, Robert Waßmer, Markus Maier und Manuel Schmidt unterstützen Fabro bei der Premiere.

Musiker Oliver Fabro (vierter von links) stellt seine Band vor. Von links: Robert Waßmer, Jonathan Freitag, Produzent und Moderator Rainer Jörger, Markus Maier und Manuel Schmidt. Bild: Susanne Kanele
Musiker Oliver Fabro (vierter von links) stellt seine Band vor. Von links: Robert Waßmer, Jonathan Freitag, Produzent und Moderator Rainer Jörger, Markus Maier und Manuel Schmidt. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele
"D'Stadt vum Trompeter" heißt der Song über Bad Säckingen, den der Musiker Oliver Fabro eigens für die Bad Säckingern Stadtgeschichten komponiert hat. Bild: Susanne Kanele
"D'Stadt vum Trompeter" heißt der Song über Bad Säckingen, den der Musiker Oliver Fabro eigens für die Bad Säckingern Stadtgeschichten komponiert hat. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Die Jumps Kids eröffneten den Beitrag über den mit mehr als tausend Mitgliedern größten Verein der Stadt – den TV Bad Säckingen. Dessen stellvertretender Vorsitzender Mathias Waßmer und Kursleiterin Mareike Stuhr wussten viel Eindrückliches über die 50 Trainingsgruppen und sieben Sportarten im TV zu erzählen.

Mit über Tausend Mitglieder ist der Bad Säckinger Turnverein der größte Bad Säckinger Verein. Auf der Bühne zeigten die Turnerinnen ihr Können. Bild: Susanne Kanele
Mit über Tausend Mitglieder ist der Bad Säckinger Turnverein der größte Bad Säckinger Verein. Auf der Bühne zeigten die Turnerinnen ihr Können. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Wenn es mal nicht so läuft im Leben, gibt es immer noch die Bildungseinrichtung Christiani in Wallbach. Junge Menschen mit Lernschwierigkeiten erhalten dort eine qualifizierte Berufsausbildung. Immerhin 80 Prozent der Absolventen der Bildungseinrichtung, können danach erfolgreich ins Arbeitsleben integriert werden, wie Erwin Munzik, Katja Mühlhaupt und zwei Auszubildende im Gespräch mit Jörger berichteten.

Das Bildungszentrum Christiani sorgt dafür, dass auch lernschwache Schüler eine adäquate Berufsausbildung bekommen. Auf dem Bild (von links): Einrichtungsleiter Lothar Murzik, Leiterin Sozialdienst Katja Mühlhaupt, sowie die beiden Auszubildenden Pascal Karamahnmutoglu und Svenja Kiefl. Bild: Susanne Kanele
Das Bildungszentrum Christiani sorgt dafür, dass auch lernschwache Schüler eine adäquate Berufsausbildung bekommen. Auf dem Bild (von links): Einrichtungsleiter Lothar Murzik, Leiterin Sozialdienst Katja Mühlhaupt, sowie die beiden Auszubildenden Pascal Karamahnmutoglu und Svenja Kiefl. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele

Wer hat nicht schon zur Musik von Gusty Hufschmids mobiler Disco getanzt? Doch im Laufe der Jahrzehnte hat sich der DJ bereits auch als Musiker, Tauchlehrer, Radio- und Filmemacher betätigt. Zu Recht trägt er also den Titel „Bad Säckinger Urgestein“, wie Jörger im Talk mit Hufschmid feststellte.

Produzent Rainer Jörger (rechts) im Gespräch mit dem Bad Säckinger Urgestein Gusty Hufschmid. Bild: Susanne Kanele
Produzent Rainer Jörger (rechts) im Gespräch mit dem Bad Säckinger Urgestein Gusty Hufschmid. Bild: Susanne Kanele | Bild: Susanne Kanele